73fühlt hatte, andere Tendenzen waren dort vorherrschend.Philosophische und humanistisch=pädagogische Unterhal-tungen hatten zurücktreten müssen gegen die streng gläu-bige Richtung. Fürstenberg war alt geworden, Over-berg hatte die Führung der Fürstin übernommen; diebeiden jungen Freiherrn von Droste=Vischering,Katerkamp und andere waren in den Kreis eingetreten, den man auch wohl die „Familia sacra“ nannte.Ein so tief gläubiger Christ, wie Jacobi auch wardiese Richtung konnte ihm nicht zusagen. Verstimmt undunbefriedigt kehrte er nach Pempelfort zurück. Obgleichseine Liebe und Verehrung für die langjährige Freundinsich gleich geblieben war, so klagt er doch in einem Briefean Nicolovius vom 9. Mai 1794 über die Eindrücke,welche er in Münster empfangen hatte. Jetzt knüpft sichauch die briefliche Verbindung Jacobi's mit Schillerund Fichte an, welche beide ihn zuerst begrüßten.Schiller bat ihn um Beiträge für die „Horen“, Fichtesendete ihm die ersten Druckbogen seiner „Wissenschafts-lehre“, mit dem Bemerken: „Ist irgend ein Denker inDeutschland, mit welchem ich wünsche und hoffe in meinenbesonderen Ueberzeugungen übereinzustimmen, so sind Sie" u.Nach einem Ausfluge nach Aachen zu seinen Ver-wandten und Kindern — denn auch der zweite Sohn,Georg Arnold, hatte sich dort am 1. Mai 1794 mitseiner Schwägerin Caroline von Clermont, und an dem-selben Tage sein jüngster Stiefbruder Johann Peter
Druckschrift
Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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