Druckschrift 
Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

72mitnehme, ist unauslöschlich, und die Reife unserer Freund-schaft hat für mich die höchste Seligkeit.Im Januar 1793 finden wir Jacobi in Aachen.Was er dort sah und beobachtete in Bezug auf dieHandlungen der Franzosen, empörte ihn vollständig, unddiente nur dazu, seinen Widerwillen gegen die Revolutionnoch zu steigern. Es geht dies aus allen seinen Briefenjener Zeit hervor. Zu seinen bisherigen Correspondentenkamen noch der bekannte Forscher Lichtenberg undauch Necker, welcher vergebens versucht hatte, die Revo-lution in den Weg der Reform zu lenken, und nun, inder Verbannung zu Coppet, seine Ansichten in verschie-denen Schriften zur Geltung zu bringen trachtete. Sehrausführlich ist Jacobi's Correspondenz mit dem GrafenLeopold von Stolberg, der damals schon entschiedenzum Katholizismus hinneigte, eine Richtung, welcheJacobi vergebens zu bekämpfen suchte. Die Durch-arbeitung und Herausgabe seiner Schriften setzte er fort,trotz der häufigen Störung durch Krankheit, undWolde-mar erschien 1794, aber ohne einen vollständigen Ab-schluß erfahren zu haben. Aus dieser Zeit datiren auchdieZufällige Gedanken eines einsamen Denkers, welchejedoch erst später in Schiller'sHoren erschienen.Im Frühjahre 1794 besuchte Jacobi in Münsterseine Freundin Amalie Gallitzin. Wie hatte sichdort Alles verändert! Hamann war todt, Hemster-huy's ebenfalls; andere Personen waren in den Kreiseingetreten, in welchem Jacobi sich einst so wohl ge-