50entsagte, als ihr Gemahl russischer Gesandter im Haagwar, sich in der Nähe ein Landhaus einrichtete, welchemsie den Namen Niet t'huys (Nicht zu Hause) gab, umdort ungestört, mit einem Kreise von Gelehrten, ganzden Wissenschaften zu leben. Ihr erster Mentor warHemsterhuys, dessen praktische Richtung in der Phi-losophie und dessen Vorliebe für die Kunst durchausden Anforderungen der Freundin entsprach. 1779 warsie nach Münster gekommen, herangezogen durch denMinister von Fürstenberg, dessen Grundsätze fürErziehung und Bildung sie lebhaft interessirten. Hierhatte sich ein Kreis gelehrter Männer um sie zusam-men gefunden, in welchem auch, wie wir oben sahen,Fritz Jacobi, 1780, sehr entgegenkommende Aufnahmefand. Die Fürstin Gallitzin und Hemsterhuysblieben eine ganze Woche im Jacobi'schen Hause in derStadt, da der Auszug in den Garten immer erst imApril Statt fand. Den 8. März schreibt Jacobi überdiesen Besuch an Lavater, „die Fürstin modellirte michund Hemsterhuys gab sich an's Zeichnen. Drei ver-schiedene Zeichnungen hat er von mir gemacht, keineschlecht, aber die mittlere zum Erstaunen ähnlich. Diesehat Heß (damals als Lehrer der Kupferstecherkunstbei der Akademie angestellt) sogleich in Kupfer gestochen,und man kann nicht glücklicher“. — Er sendet dasBild an Lavater, „da der Schattenriß in der Phy-sionomik weder von ihm selbst noch von seinen Freundenerkannt worden sei.“
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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