41Schon 1777 erschien in der letztgenannten Zeitschriftder erste Abschnitt des „Woldemar“, dieses bedeutendstenErzeugnisses des Jacobi'schen Geistes, unter dem beson-deren Titel: „Freundschaft und Liebe“. Wieland,welcher so eben für das Theater in Manheim im Auf-trage des Kurfürsten Karl Theodor, durch den Ministervon Hompesch angeregt, die Oper „Rosamunde“ gedichtethatte, war von dem Woldemar ganz entzückt. AuchLessing, welchem Jacobi die Schrift zugeschickt hatte,dankt in herzlichen Worten, und sendet als Gegengabeden eben vollendeten „Nathan der Weise“. — Hieranknüpfte sich die erste Bekanntschaft Jacobi's mitLessing, welche einen eifrigen Briefwechsel zur Folgehatte. Erst 1781 kam Jacobi dazu, unter dembesonderen Titel „der Kunstgarten; ein Gespräch“, dieFortsetzung des Woldemar erscheinen zu lassen, welchenicht minderes Aufsehen erregte, als der erste Abschnitt.Auch im Woldemar ist das Gefühl vorwiegend, wieim Alwill; beide hatten viele Angriffe zu bestehen.Interessant für die Kenntniß der Jacobi'schen Geistes-richtung ist sein späterer Brief an Hamann, zur Wider-legung dieser Angriffe. Er schreibt unter dem 12.August 1782„Meine Absicht bei Woldemar wie bei Alwill istallein diese: Menschheit wie sie ist, begreiflich und un-begreiflich, auf das gewissenhafteste vor Augen zu legen.*) Jacobi's Werke II. 364.
Druckschrift
Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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