34Art das Sinnliche zu malen weit hinaus. Mit mehre-ren kleineren Gedichten, Uebersetzungen und endlich mitseiner „Laidion oder die Elensinischen Geheimnisse(1744) betrat er den Boden der erotischen Literaturdieser Zeit, ging aber bald in seiner immer mehr her-vortretenden sinnlichen Darstellung so weit, daß seinMeister, Wieland, ihn selbst das „apokalyptische Thier“nannte. Trotz dieses diametralen Gegensatzes in denLebensanschauungen, war Heinse, — von seinen Freun-den „Rost“ genannt, — dennoch in dem JacobischenKreise sehr gerne gesehen, da seine Lebendigkeit undRegsamkeit belebend wirkte. Jacobi urtheilt über ihngegen Goethe: „der arme Rost hat kein Herz; seineSeele ist in seinem Blute, sein Feuer ist bloße Glut derSinne, darum hat mir Laidion nie recht behagen wollen.Ergötzt hat sie mich ausnehmend, aber nicht gerührt,nicht erweckt, mir nicht wohlgethan.“Heinse blieb bis 1780 in Düsseldorf und Pempel-fort, wo er mit Georg Jacobi die von diesem mitseinem Bruder Fritz gegründete Zeitschrift „Fris“redigirte. Durch Studien auf der Bildergalerie erregte,nährte und verfeinerte er seinen Kunstsinn, und ging1780 nach Italien, wo er drei Jahre lang in Kunst-genüssen schwelgte. Noch einmal kehrte er nach Düssel-dorf zurück und erhielt dann 1787 einen Ruf als Privat-secretair und Vorleser des lebensfrohen Erzbischofs undKurfürsten von Mainz, Karl Friedrich von Erthal.„Ardinghello oder die glückseligen Inseln“ sind Heinse's
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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