33gehört hat, etwas Begreifliches über dieses außerordent-liche Geschöpf Gottes zu schreiben. Goethe ist, nachHeinse's Ausdruck, ein Genie vom Scheitel bis zur Fuß-sohle, ein Besessener füge ich hinzu, dem fast inkeinem Falle gestattet ist willkürlich zu handeln. Manbraucht nur eine Stunde bei ihm zu sein, um es imhöchsten Grade lächerlich zu finden, von ihm zu begehren,daß er anders denken und handeln soll, als er wirklichdenkt und handelt.“ — Und zum Schluß: „Was Goetheund ich einander sein sollten, sein mußten, war, so-bald wir vom Himmel runter nebeneinander hingefallenwaren, im Nu entschieden. Jeder glaubte von dem An-deren mehr zu empfangen, als er ihm geben könne;Mangel und Reichthum auf beiden Seiten umarmten sicheinander; so ward Liebe unter uns. Sie kann's aus-dauern, seine Seele — zeugte in sich der Eine von demAndern, — die ganze Glut der meinigen; nie werdensie einander verzehren.“ — Goethe aber schreibt bereitsam 13. August 1774 an seinen neugewonnenen FreundFritz Jacobi: „Du hast gefühlt, daß es mir Wonnewar, Gegenstand deiner Liebe zu sein. O! es ist herr-lich, daß jeder glaubt mehr von dem anderen zu em-pfangen als er giebt“ 2c.Unter den Gästen, welche im Jacobischen Hauseverweilten, fand Goethe auch den damals 25jährigenWilhem Heinse, welcher von Gleim und GeorgJacobi dringend empfohlen war. Heinse war einSchüler Wielands, doch ging er bald über des Meisters
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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