31Georg, Fritz, die Schwestern Lottchen undLenchen und die Kinder waren beim Vater, im Gartenzu Pempelfort. Goethe eilte hinaus, nachdem er nocheinen flüchtigen Blick in die Bilder=Galerie geworfen,und „nicht eingeführt, marschallirt oder excusirt“, trater „gerade herab vom Himmel gefallen“ vor FritzJacobi hin. „Ehe noch ein schwesterlicher Blick darinpräliminirt hatte, waren wir schon, was wir sein solltenund konnten“, schreibt Goethe an Betty. Die beidenschon lange geistig sich einander nahestehenden Männerhatten sich gefunden und schnell befreundet.Nur kurze Zeit verweilte Goethe in dem Familien-kreise, welcher ihm so sehr zusagte. Er bezeichnet Pem-pelfort als „den angenehmsten und heitersten Aufent-halt, wo ein geräumiges Wohngebäude, an weite, wohl-unterhaltene Gärten stoßend, einen sinnigen und sittigenKreis versammelte. Die Familienglieder waren zahlreich,und an Fremden fehlte es nie, die sich in diesen reichenund angenehmen Verhältnissen gar wohl gefielen. Dieschöne Ruhe, Behaglichkeit und Beharrlichkeit, welche denHauptcharakter dieses Familienvereins bezeichnet, belebtensich gar bald vor den Augen des Gastes u. s. w.“ Dieneuen Freunde machten Ausflüge in die Umgegend, be-suchten in Elberfeld Jung=Stilling, diesen merkwürdigenMann, zuerst Köhler, dann Schneider, Schulmeister, re-ligiöser Schwärmer, Schriftsteller und jetzt Augenarzt,mit welchem Goethe schon aus der Zeit seines Straß-burger Universitäts=Lebens bekannt war. Während dieses
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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