29liche Schönheit und Anmuth war von den Damen ganzentzückt. Betty Jacobi schildert er als „eine herrlicheNiederländerin, ohne eine Spur von Sentimentalität,richtig fühlend, sich munter ausdrückend, ohne Ausdruckvon Sinnlichkeit, durch ihr tüchtiges Wesen an dieRubens'schen Frauen erinnernd“. Und wir müssen demKenner Goethe Recht geben, wenn wir in einem gewißwohlgetroffenen Portrait die angenehmen und ansprechen-den Züge betrachten*). Auch Charlotte Jacobigefiel ihm sehr, und er hebt ihre Treuherzigkeit besondershervor. Er hält diese Damen ganz dafür geeignet, denZwiespalt, der damals zwischen den norddeutschen undden süddeutschen Dichtern herrschte, zu vermitteln: dortnoch das Empfindsame und die Sentimentalität vor-herrschend, hier mehr Derbheit und das Auftreten einesscharfen und mitunter verletzenden Humors.Aus diesem näheren Umgange entspann sich nun,nach der Abreise der Damen aus Frankfurt, ein Brief-wechsel zwischen Betty und Goethe. Er sendete seinerneugewonnenen Freundin die Erzeugnisse seiner Muse,u. a. „Wanderers Sturmlied“, und „ein Geles, ist'snicht das beste, ist's doch das Neuste, und so gut ich'shabe“ — das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. FritzJacobi schreibt darüber an Wieland (6. Nov. 1773):„Ich wollte, ich könnte Ihnen eine allerliebste Schnurremittheilen, die dieser wunderbare Kopf ausgeheckt hat“.*) Im Besitz des Herrn Guntrum in Düsseldorf.
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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