28nur mächtig bleiben; aber auch die muß daran, undweil es denn so sein muß, will ich sie so gutwillig her-geben, daß mir dabei zu Muth werden soll, als thäteich's zur Lust.Unter den Gästen finden wir schon 1773 den Fran-zosen Diderot, der eben das große Werk der Encyclop-pädie beendet hatte. Jacobi lobt dessen feurigenGeist, kühnen und lebhaften Witz, ist jedoch der Ansicht,daß das herrschende Gefühl des Schönen und Wahrennicht das sei, was ihn zum Genie mache, „wenn erüberhaupt ein Genie ist.“ Bald nachher knüpft sichauch die Bekanntschaft mit Goethe an, dessen leuchtenderStern eben an dem Horizonte der deutschen Literaturauftauchte, und der mit seinem Götz von Berlichingen(1773) die Aufmerksamkeit der ganzen deutschen geistigenVelt auf sich gezogen hatte.Jacobi's Tante (die Halbschwester seiner Mutter),Adclude Fahlmer, war in Frankfurt, verkehrte viel indem Göthe'schen Hause und war mit Cornelie Goethesehr befreundet. Goethe schildert dieselbe als eine Dame„von großer Zartheit des Gemüths und ungemeinerGeistesbildung“*). Im Sommer 1773 war Jacobi'sGattin Betty nebst seiner jüngeren, damals 21jährigenHalbschwester Charlotte, zum Besuch in Frankfurtund ebenfalls häufig im Goethe'schen Hause. Der damals24 jährige Wolfgang Goethe, sehr empfänglich für weib-*) Goethe's Werke, Ausgabe in 6 Bänden. Band IV. Ausmeinem Leben. S. 129.
Druckschrift
Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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