15seiner Gewissenhaftigkeit sich nicht zu gewissen Kunst-griffen des Geschäfts verstehen konnte und wollte, welchedie Uebervortheilung der Käufer bezweckten. Er wardeshalb ganz damit einverstanden, daß dieser, mit Be-willigung seines Vaters, nach Genf übersiedelte, um sichweiter auszubilden, und vor Allem sich mit der franzö-sischen Sprache durchaus vertraut zu machen.In Genf war es, wo durch die nähere Bekanntschaftmit Durand und Le Sage, der Geist des Jünglingsmächtig angeregt und in eine neue Richtung getriebenwurde. Es war dies der eigentliche Wendepunkt seinesLebens, da er durch Le Sage mit den ausgezeichnetstenMännern der Schule der Encyclopädisten in nähere Ver-bindung trat, und deren Schriften eifrig studirte. „DerPietist sah sich plötzlich inmitten der materialistischen Zeit-bewegung. Dem geistreichen Umgange und der unge-trübten Lebensfreude, die ihn hier allseits umfing, konnteer nicht lange widerstehen, sie rissen ihn aus der Selbst-verschlossenheit ins Leben zurück;**) dieser dreijährigeAufenthalt in Genf bildet den Ausgangspunkt für FritzJacobi's geistige Entwickelung.Gekräftigt an Körper und Geist, durch seinen Ver-kehr nicht nur in den Kreisen der Gelehrten, sondernauch in den ersten geselligen Zirkeln von Genf, kehrteFritz Jacobi im Jahre 1762 nach Düsseldorf zurück,ein äußerlich schöner junger Mann, von feiner Weltbil-dung und mit reichen Kenntnissen ausgestattet.*) Zirngiebl, a. a. O. p. 6.
Druckschrift
Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
Seite
15
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten