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er ihr, „der klügsten und auserlesensten Frau und frommen Mutter"in gedachter Abtei setzte.
Seit der Rückkehr in das Vaterland stellt Rubens als derStolz von Brabant da. Er nahm seinen Sitz in Antwerpen, wo ersich ein prachtvolles Haus baute. Der Hof von Brüssel zeichneteihn durch Ehren und Bestellungen aus. Dabei wurde er vonFürsten, Aebteu und reichen Leuten mit so vielen Arbeiten über-häuft, dass er sie nicht alle befriedigen konnte und das will vielsagen, da er ausserordentlich schnell arbeitete und sich theuerbezahlen Hess. Beispielsweise malte er das grosse Prachtbild, dieAnbetung der h. drei Könige in Antwerpen in 13 Tagen für 1300Gulden, die Altarblätter zu Alost und Löwen in zusammen16 Tagen für 1600 Gulden, das Altarblatt zu Afflegem „DieKreuztragung" in 16 Tagen für 1600 Gulden, im Jahr 1619 die,mit 27 lebensgrossen Figuren versehene „Himmelfahrt Maria",Hauptaltarblatt der Cathedrale zu Antwerpen, in 16 Tagen für1600 Gulden u. s. w. Er rechnete überhaupt den Preis seinerBilder noch Arbeitstagen, jeden zu 100 Gulden.
Doch nicht bloss als Künstler, auch als Staatsmann zeichnetesich Rubens aus. Vielfach wurde er als Gesandter bei verschie-deneu Höfen gebraucht und schon 1629 vermittelte er in solcherStellung zu London den Frieden zwischen England und Spanien.Er starb 30. März 1640 zu Antwerpen und wurde daselbst iu derKirche S. Jacques begraben. Um ihm eine würdige Ruhestättezu geben und sein Andenken bei den Nachkommen zur Nach-eiferung wach zu erhalten, wurde auf Kosten seiner Wittwe auden Chor der Kirche eine neue Capelle erbaut und darin einAltar dotirt, den man mit zwei kostbaren Kunstwerken schmückte,nämlich mit einem Altargemälde: „Die Madonna mit dem Kinde,umgeben von S. Georg, Hieronymus, Martha, Magdalena undanderen Heiligen" und mit einer „Madonna" in Marmor, ersteresvon Rubens selbst gemalt (der sich darauf als Georg, seinenVater als Hieronymus, seine erste Frau als Martha und seinezweite als Magdalena dargestellt haben soll), die letztere vonihm aus Italien mitgebracht. Für sein Grab fertigte der gelehrteGovaerts die Inschrift, welche übersetzt lautet:
„Petrus Paulus Rubens, Ritter, Herr zu Steen, Sohn,Johannes des Senators dieser Stadt, der hier begraben liegt,durch gelehrte Bildung, Kenntniss der Geschichte des Alter-thums, sowie aller schönen und eleganten Künste hervor-ragte, der Apelles nicht bloss seines, sondern jedes Jahr-