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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1520.

Wo aber sölicher Zug sol hin kon oder bliben zu dienen der b. Ht. wird sin vff dem Ertlich vnd land,welches zugehört der hl. Röm. kirchen, als bi vnd vmb die Stett Regium, Mutina vnd Bononia, ouch bi der land-schaft RoMandiola, als bi disen Orten vnd landen wil der h. V. diesen fußzug pruchen, sich vnd die kirchen zubeschirmen vor sinen vienden nach dem Vertrag vnserer pundniß vnd verschribung.

Witer so han ich als Hütt empfangen brieff von bäpstl. Ht. Kotten, der do setz ist bi keiserl. Mt., wie daskeis. Mt. hat geheißen vnd Kotten zu verbrennen durch die hohen Schul zu Louania (Löwen) alle bücher vndschriben jetzmal vsgangen durch den boshaftigen Bruder Martin Luther, ouch sollich fürnämen verbieten byhocher büß weder zu truken noch zu lesen, weder kaufen noch zu verkaufen. So nu Jr großmechtigen mine Herrensind der hl. kirchen beschirmer, han ich nid wellen vnderwegen lan, sunder üch söllichs erscheinen vnd offenbaren vndernstlich bettende vnd vermanende Jnnamen des hl. Vaters, das Jr wellend sölichs offnen vnd kund thun üwernpriestern, als Techen vnd Libpriester vnd andern, damit söllich schantlich vnd lasterliche büchlin vnd schriften nitgelesen noch offenbart wurden, die so nit allein zwitracht vnd vnruw sind machen, sonder ouch merklichen schadendenselben zufiegen, das sölichs wurde gehindert vnd abgestelt durch gmein Eydgnossen in Iren landen nit zu trukennoch zu koufen in keinem weg als bishar beschähen ist üwer vnwüssent vnd vilicht ouch üwer G. vnerkandt söllichsgeschlichen vor dem allem zu sin fürbaß, han ich das üch nit wellen verlassen."

Staatsarchiv Bern: Allg. Eidg. Abschiede II. 176.

Zu t. Anbringen des Bischofs von Lodi, Octavian Maria Sforza auf diesem Tag: 1. Nach seiner Frei-lassung habe er Alles gethan, was ihm auferlegt worden sei, namentlich für die Eidgenossen von päpstlicherHeiligkeit Absolution von dem Bann, in den sie gefallen, erlangt und den Brief ihnen überantworten lassen.2. Entschuldigt mit seinen vielen Unfällen, daß er nicht früher erschienen sei, um zu danken für ihre Verwendungbeim König von Frankreich. 3. Maximilian habe ihm so großes Unrecht nur aus Anstiftung eines Verrätherszugefügt, der dann auch Ursache des Verlustes des Herzogthums und des Schlosses von Mailand gewesen undder Eidgenossen Knechte verläumdet habe. Der Name dieses Verräthers sei Hieronymus Morone. 4. Erinne-rung an seine eigene treue und gewissenhafte Verwaltung, als er Regent des Herzogthums gewesen. 5. Er seigekommen, um allen Verläumdungen gegen seine Person durch seine persönliche Anwesenheit zu begegnen. Eranerkenne keine andern Obern als die Eidgenossen und in geistlichen Dingen den Papst; sie möchten ihn alseinen Eidgenossen aufnehmen, über seine Dienste verfügen, aber auch ihm wieder zu seinem verlornen Gut ver-helfen, er werde Alles mit ihnen theilen. K. Wenn sie je das Geschlecht der Sforza wieder in seine rechtmäßigeHerrschaft über Mailand einsetzen würden, so werde er aller Wohlthaten eingedenk sein.

Staatsarchiv Bern: Allg. Eidg. Abschiede, II. L06.

845.

r i ch. 1620, I. Deeember (Samstag nach St. Andreas).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, .1. 100. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VII. 340. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, 8. 433. V. 210. Archive Solothurn, Schaffhausen, Nidwalden.

Boten: Zürich. Burgermeister Schmitz; Bürgermeister Wyß; M. Berger; Jacob Grebel. Bern.Venner Willatzing; Rudolf Nägeli. Lucern. Vogt Bili. Uri. Ammann Beroldinger, Ritter. Schwyz.Vogt Richmuth. Unterwald en. Ammann Frunz; Hans Lussi, Seckelmeister. Zug. Ammann Stocker;Götschi zu Hag. Glarus. Ammann Matz; Seckelmeister Tschudi. Basel. Jacob Meyer, Burgermeister;Hans Gallizian; Caspar Koch. Freiburg. Jacob Techtermann. Solothurn. Schultheiß Stölli; Schult-heiß Hebolt. Schaff hausen. Hans Ziegler, Burgermeister. Appenzell. Ammann Jsenhut.

Die Botschaft des Bischofs und des Domstifts von Basel hat abermals begehrt, daß die Stadt Baselallgehalten werde, sie in den Besitz der weggenommenen Herrschaft Pfeffingen einzusetzen. Wenn dieses ge-