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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1520. 12K5

w dem Land Nomagnola sein, zu Reggio und Umgegend auf päpstlichem Gebiet und wider die Widerwär-tigen der Kirche. Würde sich der Herzog von Ferrara derselben annehmen, so würde der Papst auch diesensuchen und für den Fall, daß er ihm die Stadt Ferrara wegnehmen zu müssen glaubte, habe er den königlichfranzösischen Statthalter um Durchpaß durch das Herzogthum Mailand angegangen. Wenn dieses nichtgütlich bewilligt werde, wolle er den Paß init Gewalt erzwingen. Wenn er zu diesem Zweck an 6000 Mannnicht genug habe, so wolle er 12,000 oder 18,000 annehmen. Die Antwort, die er des Durchpasses wegenerhalte, werde er sogleich den Eidgenossen mittheilen, damit sie sehen, daß Alles aufrecht und redlich zugehensoll. Nachdem wir dieses gehört, haben wir dem Legaten geantwortet, wir haben ungleiche Instructionenund müssen Alles wieder an unsere Herren bringen; auf dem nächsten Tag zu Zürich auf St. Andreasabend(29. November) werde er ihre Antwort erhalten. Man soll daher auf diesem Tage sich endlich aussprechen,wie man dem Papste diese Knechte lassen wolle, wie viele und ob man auch Freiknechte wolle laufen lassen.Was dem Legaten in der Zwischenzeit weiter zukommt, soll derselbe jedem Ort zuschreiben, damit man aufAlles verfaßt sei. Der Legat war mit dieser Antwort zufrieden und will sich versehen, die Eidgenossenwerden als getreue Bundesgenossen und gute Christen handeln, v. Jeder Bote weiß, daß Solothurn, alsder Bischof von Basel und die Stadt Basel ihren Streit wegen der Herrschaft Pfeffingen erörterten, erklärthat, es habe auch Ansprüche und Forderungen auf Schloß und Herrschaft Pfeffingen, wir möchten das inunsere Abschiede nehmen und dessen eingedenk sein, damit zur Zeit auch seine Ansprüche geltend gemachtwerden können. Darauf ist Solothurn ebenfallsim Handel vßgestanden". I. Mendrisio und Balerna betreffendist auf letztem Tag zu Baden zwischen dein König von Frankreich und uns ein Rechttag zum Klösterli jenseitsGebirgs auf St. Catharinentag angesetzt. Derselbe ist nun aus Ursachen, die jeder Bote kennt, auf denZwanzigsten Tag nach Weihnachten hinausgeschoben worden. K. Da Glarus anzeigte, es habe noch einigeAnsprecher, die Recht gegen den König von Frankreich begehren, so wird dem letztern geschrieben, daß er seinenZugesetzten Befehl gebe, auch in diesen Sachen zu handeln; dasselbe ist auch unfern Zugesetzten befohlen.I». Lucern und Solothurn fordern in der Sache des Herzogs von Württemberg auf den letzten Abschied zuBaden hin zwei Boteil, nämlich einen von Bern und eineil von Schivyz, um mit den ihrigen zum römischenKönig zu reiten. Dabei bitten sie um Zurücknahme unseres Absagebriefs an den Herzog und um unsereVerwendung für ihn in unfern Kosten, dann wollen sie versprechen und dafür Garantie übernehmen, daß wedervom Herzog noch von ihnen ein Aufbruch oder sollst eine die Unterhandlung störende Unruhe werde gemachtwerdeil. Da wir aber hiefür keine Vollmacht hatten und dazu nicht einhellig waren, die Botschaft in gemeinerEidgenossen Kosten zu senden, so haben wir die Sache wieder ii, den Abschied genommen, damit jedes Ortauf den nächsten Tag seine Antwort über beide Punkte gebe und dazu sich erkläre, mit welcher Instructiondie Boten abgefertigt werden sollen und ob man ihnen nicht daneben auftragen wolle, königlicher Majestätin unserm Namen Glück zu wünschen und uns zu entschuldigeil, daß wir dies nicht schon früher gethanhaben. Ferner ist man der Meinung, es soll dem Herzog und den beiden Städten zum Voraus gesagtwerden, daß wir, sofern dieser Schritt erfolglos bleibt, fürderhin uns der Sache nicht weiter annehmen,sondcrn damit in Ruhe gelasseil werden wollen. Bern und Schivyz sollen die für diese Sendung bestimmtenBoten auf den nächsten Tag vor der eilf Orte Boten schicken, um die Instruction zu empfangen und imNamen Gottes dann abzureisen. I. Der Bischof von Lodi ist vor uns erschienen mit einem Anbringen,wovon jeder Bote eine Abschrist hat, welche man heimbringen soll. Ii.. Caspar Göldli von Zürich hat inGegenwart unseres Landvogts im Thurgau angebracht, nachdem er auf Befehl unserer Boten auf dem Tag

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