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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1520.

844.

Zürich. 4Z2l), 6. November (Zmstag vor St. Marünstag).

Staatsarchiv Luccr» - Allgemeine Abschiede, .1. 102. Staatsarchiv Zürich - Abschiede, Vit. lltll. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, I!!l. Archive Solothur», Schaffhause», Nidwalde».

Boten: Zürich. Burgermeister Schund; Burgermeister Wyß; M. Berger; Jacob Grebel. Bern.Venner Willading; Rudolf Nägeti. Lucern. Anton BN; Vogt Hug; Jacob Marti. Uri. Aminann Berol-dinger. Schwyz. Vogt Nichmuth. Unterwalden. Ammann Frunz; Hans Lussi, Seckelmeister. Zug.Bolsinger. Glarus. Seckelineister Tschudi. Basel. Jacob Meyer, Bürgermeister; Ulrich Falkner; HansGallician; Caspar Koch. Freiburg. Jacob Techtermann; Anton Pavillard, Ritter. Solothurn. SchultheißStölli; Schultheiß Hebolt. Schaffhausen. Hans Ziegler, Burgermeister. Appenzell. Ammann Jsenhut.

t». In dem Span zwischen unfern Eidgenossen von Basel und denen von Arau wegen der Zufuhrdes Korns auf den Markt zu Arau, welche Basel den Seilten verboten hat, wird, da Basel das Verbotnicht freiwillig aufheben will, angeordnet, daß vom nächsten Sonntag über acht Tage Basel einerseits undBern für seine Angehörigen von Arau andererseits ihre Zusätzer zu Baden haben und die Parteien vordenselben erscheinen sollen, um den Streit mit bundesgemäßem Recht auszutragen. Doch sollen die Botenvon Basel inzwischen noch einen Versuch bei ihren Herren machen, um dieselben zu gütlichem Nachgeben zubewegen, ß». Auf das Gesuch der Unfern von Ermatingen um Schenkung von Fenstern in ihr neuesNathhaus soll auf nächstem Tag geantwortet werden, v. Auf das Begehren der Boten des Bischofs vonBasel an unsere Eidgenossen von Basel um Auskunst, warum sie Pfeffingen ihm weggenommen, haben dieBoten von Basel eine schriftliche Erklärung ihrer Obern ablesen lassen und die bischöflichen Boten auch eineschriftliche Gegenrede gethan. Darauf wurde erkannt, jede Partei soll der andern eine Abschrift ihres Vor-trags geben und jeder Bote soll ebenfalls eine Abschrift davon erhalten, um selbe an seine Herren zu bringen.Auf dem nächsten Tag sollen dann die Parteien wieder erscheinen, um unserer Herren Willen und Meinungzu vernehmen. Inzwischen soll Basel die Herrschaft Pfeffingen innehaben. «I. Auf diesem Tag ist derhochwürdige Herr Antonius, Bischof zu Pistoria, päpstlicher Legat erschienen und hat Antwort verlangt inBetreff der Knechte, die er für den Dienst Sr. Heiligkeit begehrt. Darüber lauten die Befehle der Ortean die Voten dieses Tages ungleich. Etliche Orte haben ihre Genieinden noch nicht versammeln könnenund deßhalb nur zum Anhören bevollmächtigt. Daher werden jedem Boten die Antworten der Orte schriftlichmitgegeben. Aus mancherlei Ursachen haben wir bei so bewandter Sachlage dem Legaten den Vorschlaggethan, wir wollen allervorderst eine Botschaft an die Widersacher Sr. Heiligkeit senden, sie auffordern,ihrer Schuldigkeit gegen päpstliche Heiligkeit genug zu thun, und erst wenn dieses nicht verfange, bezüglichder Sendling der Knechte thun, was sich gebühre. Auf diese Weise würden Sr. Heiligkeit große Kostenerspart und unsere Knechte blieben vorderhand zu Hause. Der Legat war aber mit diesem Vorschlag garnicht zufrieden, weil mittlerweile päpstlicher Heiligkeit etwas Mißliebiges begegneil könnte, zudem seieil wirauf Erfordern die Knechte zu geben schuldig, der Papst habe hiefür bisher eine erkleckliche Summe Geldesausbezahlt. Darauf wird dem Legateil geantwortet, unser Vorschlag sei in guter Meinung gemacht worden,wenn er aber die Knechte sofort haben wolle, so soll er angeben, wohin und wider weil er sie führen wolle,damit Alles aufrecht und redlich zugehe, denn unser Wille sei nicht. Jemanden zu überziehen, wohl aber denPapst lind den römischen Stuhl zu beschirmen. Darauf eröffnet der Legat, das Lager werde um Bologna