Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
1263
Einzelbild herunterladen
 

October 1520. IZgz

Christoph von Bernhauseil zu Hagenwyl und die Nyffen, genannt Walter, zu Blpdegg in Eid zu nehmen,welches wider die Verträge und Urtheile zwischen dem Gotteshause St. Gallen und den zehn Orten sei.Cs ivird gesprochen, daß es bei diesen Verträgen und Urtheilen bleiben und der Vogt gehalten sein soll,denselben nachzukommen.

Das Zürcher- und Berner Exemplar datiren Samstag nach Galli (2V. October). » fehlt im Zürcher-und Lucerner Exemplar. « fehlt im Zürcher und Berner Exemplar.

Zu 1520, 29. September, aus Michaelis, Antorf (Antwerpen). Der Cardinal von Sitten schreibtan die Eidgenossen, der Kaiser sei mit ihrer Entschuldigung, daß sie keine Boten zu seiner Krönung geschickt,wohl vergnügt, stehe in der besten Gesinnung gegen die Eidgenossenschaft. Die Krönung sei aufgeschoben biszum /. Oetober, nachher werde der König in das Reich ziehen. Originalbrief im Staatsarchiv Zürich.

Der Cardinal von Sitten begleitete den Kaiser (siehe unten den Brief des Kaisers vom 28. September undden Brief des Kardinals vom 5. November an Zürich).

1520, 28. September, Antwerpen. Carl V. an Zürich. Er sei von dem Verschub der Entschließungen derEidgenossen auf sein durch den Herrn von Bergen, seinen obersten Commissar in Deutschland, gethanes Anbrin-gen durch denselben und den Cardinal von Sitten berichtet und mit der Entschuldigung wohl zufrieden, er hättegewünscht, die Boten der Eidgenossen bei sich zu haben, um ihnen für ihr Verhalten bei seiner Election u. s. w.Dank zu sagen, Originalbrief im Staatsarchiv Zürich.

1520, 5. November, Cöln. Matthäus, Cardinal von Sitten, schreibt an Zürich, er habe in Zürich vonHerrn Jacob Escher ein Haus gekauft, die Hälfte bezahlt, die Hälfte stehe in Zielen aus; nun vernehme er,Escher wolle wegen Verzug der Zahlung das Haus wieder an sich ziehen. Der Verzug komme nur von seiner,wegen der Krönung des Königs und anderer Geschäfte mit diesem, verlängerten Abwesenheit, bittet, mit Escherzu reden, daß er sich gedulde. Originalbrief im Staatsarchiv Zürich.

Zu Ii. Die Boten von Zürich, Bern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Basel, Freiburg, Schaff-Hausen und Appenzell sagen dem Herzog Ulrich von Württemberg da er trotz der vom vorigen Tag zu Badenan ihn schriftlich und an seine Räthe mündlich ergangenen Aufforderung, das Recht oder die Gnade vor demrömischen König zu nehmen und sich aller kriegerischen Unternehmungen zu enthalten, hierauf nie geantwortethabe, dagegen einen Aufbruch aus der Eidgenossenschaft zu machen und Angeworbene fortzuführen trachteihrer Herren und Obern Fehde und Feindschaft an, ebenso seinen Helfern und Anhängern, ausgenommen ihrenEidgenossen von Lucern und Solothurn und bewahren andurch ihre Ehre. Datum Baden, 1520, 20. October(Samstag nach Lucastag).

Mit Schreiben vom gleichen Datum zeigen die XI Orte dieses Lucern und Solothurn an und ermahnensie, dem Herzog nicht beizustehen und die alte Freundschaft und Bundesgenossenschaft nicht einem fremdenFürsten zu opfern.

Staatsarchiv Zürich: Abschiedeband VII. 340. 341. Staatsarchiv Bern: AUg. Eidg. Absch., V- 166. 107.

Die Antwort oder Instruction Luccrns ist abgedruckt bei Vuchholz, Geschichte Ferdinands l. Bd. I. x. 501.

Der Absagebrief (Staatsarchiv Zürich) datirt vom 2V. October (Samstag nach St. Lucas), Baden.

Zu v. Urkunde ckä. Baden, 1520, 23. October (Dienstags vor Simonis und Jude) unter dem Siegeldes Landvogts Sebastian vom Stein. (Stiftsarchiv St. Gallen.)