August 1520.
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«ZS.
Baden. 4 «?26, 2 1. August (Zinstag vor Bartholome).
Staatsarchiv Lucer»! Allgemeine Abschiede, .1. Oll. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VII. ZU. Staatsarchiv Bern: Allgemeine
Eidgenössische Abschiede, 8. 623» Archiv Schaffhausen.
t». In dem Streit zwischen dem Bischof von Basel und den XII Orten ist der auf Bartholom«!""gesetzte Tag nach Begehren des Bischofs auf Sonntag nach des heil. Kreuzes Tag zu Herbst (16. Sep-tember) verschoben worden. Darauf ist von beiden Theilen Herr Ludwig von Helmstorf zum Obmannerwählt und ihm und den Zugesetzten geschrieben, daß sie auf den 16. September zu Baden erscheinen.
Auf diesem Tag hat der Ammann von Uri, Josua Beroldinger, Ritter, eröffnet, er habe Befehl vonseinen Obern, neben einem Boten von Freiburg nicht zu sitzen, weil Freiburg die Bünde nicht wie vonAttersher beschworen habe. Der Bote von Freiburg hat hierauf erklärt, er sei über diesen Punkt ohneInstruction, wisse aber wohl, was der Bund inhalte, und daß seine Herren demselben nachleben werden;s^i es noch nicht geschehen, so werde es geschehen. Darauf wurde beschlossen, diese Erklärung in den AbschiedSU nehmen und auf dem nächsten Tag zu berathen, was man thun wolle, um in dieser Sache zur Ruhe zutvinmen. Man hat sich indessen Uri's gemachtigt, daß dessen Bote dießmal an den Verhandlungen Antheilnehmen und sich nicht absondern soll. «. Dieser Tag war angesetzt wegen der Sache des Herzogs vonWürttemberg. Nachdem man die Sendbriefe des römischen Königs, seine Mandate an den Herzog und desletztern weitläufige Botschaft, worin er den ganzen Handel darlegt, angehört hat, haben die Boten diebefehle ihrer Obern sich gegenseitig eröffnet. Zürich will den Herzog weisen, das Recht nach Inhalt der^niglichen Mandate zu suchen, denn es wolle sich zur Zeit in keinen Krieg eililassen. Bern will auch keinen^eg, aber wenn man dem Herzog auf andere Weise helfen könne, so sei Bern mit andern Orten dazu^reit. Jedenfalls soll der Herzog gewarnt werden, unsere Knechte aufzuwiegeln, denn wenn er solches thäte,würde Bern ihn als offenen Feind betrachten. Lucern legt eine besiegelte Instruction in mehrerenArtikeln vor, in deren einem es erklärt, dem Herzog als seinem Burger wieder zu seinem Lande verhelfenW wollen. Wenn andere Orte nicht des Willens wären und länger gefährdende Ausflüchte brauchen wollten,sollen seine Boten alsbald aufstehen und an der Verhandlung keinen weitern Antheil nehmen. Uri willbrs Herzogs wegen weder Krieg noch Kosten mit Boten oder Briefen haben, zu freundlichen Fürbitten inbes Herzogs Kosten könne es sich verstehen; wenn andere Orte weiter gehen wollen, so soll mit ihnen geredetwerden, daß sie ruhig bleiben und von solchem Vorhaben abstehen. Schmyz will keinen Krieg und andere^rte, wenn nöthig, davon abmahnen, doch wenn man dem Herzog mit Botschaften oder Schreiben helfen könne,sei es nicht dagegen. Obwalden will dem Herzog mit Boten oder Briefen das beste thun, doch nur in^ weit uns daraus keine Kriegsgefahr erwächst. Nidmalden möchte leiden, daß man den Herzog einmal"vß unfern Landen heiße faren". Was man ihm dann übrigens Gutes thun könne, das zu Frieden und^uhe dient, dazu sei es mit andern Eidgenossen bereit. Zug will keinen Krieg, sonst gern zu gütlicher HülfeMitwirken. Basel will mit andern Eidgenossen thun, was zu Frieden und Ruhe dient, aber in keinen Kriegverwickelt werden. Freiburg wie Basel. Solothurn wie Lucern. Schaffhausen ist zu Allem bereit, was^kcht zum Kriege führt. Appenzell ebenso. Darauf hat man mit Lucern und Solothurn viel geredet, um^e zum Veitritt zu der einhelligen Meinung der übrigen Orte zu vermögen, allein sie blieben auf ihrer