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Juli 1520.
daß sie die Waffen ruhen lassen möchten, insbesondere haben wir den königlichen Boten zugeredet, sie möchtensorgen, daß ein Zug, von dem man mehr Schlimmes als Gutes erwarte, nicht stattfände. Beiden Parteienhat man erklärt, die Eidgenossen werden das Möglichste thun, um die Sache zu Frieden und Ruhe zu bringenund übrigens der Erbeinung nachzuleben. Darauf hat man verordnet, daß in unser aller Namen aufSt. Verenentag, I .September nächsthin, eine Botschaft von Lucern, Schaffhausen, Unterwaldenund Glaruszu Augsburg bei dem Herrn von Siebenbergen und den königlichen Regenten sein soll, um den Handel ver-mitteln zu helfen, was den letztern ab diesem Tag durch einen eigenen Boten kund gethan wurde. K. JederBote erhält eine Abschrift des Schreibens der französischen Boten, worin man nicht findet, daß „also garvnd luter die Vereinung durch den Küng abgeschlagen als aber allenthalben geredt vnd erschollen ist."I». Arif den Antrag von Uri wird beschlossen, den: König durch eignen Boten zu schreiben, er möchte Men-dris und Balerna gütlich lassen oder aber bei dem vorgeschlagenen Obmann bleiben, I. In dem Spanzwischen dem Herzog von Württemberg und dem Grafen von Fürstenberg ist ein Tag gesetzt nach Badenauf Assumptionis Marie (15. August), inzwischen sollen die Parteien gegeneinander still stehen. Zürich,Bern, Schwyz und Zug sollen den Tag in aller Orte Namen besuchen. Ii. Dem Hans von Landenbergauf Klingen wird geschrieben, er soll Gottlieben nach seinem Versprechen besetzen und behüten, wo nicht,so werden wir unserm Landvogt befehlen, das Schloß zu unfern Händen einzunehmen. I. Gemeiner Eid-genossen Boten schreiben aus Anlaß der Beschwerde eines Dominicus aus dem Bollenzerthal an den könig-lichen Gubernator und die Räthe zu Mailand, sie möchten die Zollner anweisen, nach Inhalt der Capitelvon allen Neuerungen oder Erschwerungen in den Zöllen abzustehen und dadurch die gute Freundschaft undNachbarschaft zu bewahren.
Zu t. Den schriftlichen Vortrag der kaiserlichen Gesandten auf dem Tag zu Lucern Donstag nach St.Jacob siehe beim Schaffhauser Abschied.
Zu x. Lausanne 1520. 12 Juli. La Guiche und Anton de Plessis, die französischen Boten, schreibenan gemeine Eidgenossen, sie haben die ihnen vom letzten Tag gegebenen Artikel dem König zugeschickt, dergeantwortet habe, er könne ohne seinen größten Nachtheil dieselben nicht annehmen, zumal die dreizehn Orte darinnicht einig seien und er nicht zu Zwietracht in der Eidgenossenschaft Anlaß geben, sondern lieber bei demgemachten Friedens- und Freundschaftsvertrage bleiben und den gewissenhaft halten wolle, was er auch von denEidgenossen erwarte. Das theilen sie mit, um die Mühe und Kosten des Besuchs des auf Jacobi angesetztenTags zu vermeiden; sofern aber die Eidgenossen sich unter einander vereinen, in eine ganze gute, sichere, steteVereinung mit Frankreich einzugehen, so seien sie jederzeit bereit, Hand zu bieten.
Staatsarchiv Zürich: Abschied VII, 307.
Zu I. Lateinisches Vriefconeept unter dem Siegel Lucerns bei den ungebundenen Abschieden des Staats-archivs Lucern.