1250
Juli 1520.
daher Lucern, ihnen durch den Ueberbringer dieses Briefes zu berichten, in welcher Meinung jene Sendungerfolgt sei.
Lucern auf Sanct Ulrichstag, (4. Juli) 1520. Herzog Ulrich von Württemberg kündet aus „treffenlichenvnd beweglichen Vrsachen" in einem kurzen Schreiben an Max von Bergen den zu Schaffhausen mit dem schwä'
bischen Bund angenommenen Waffenstillstand ab.
Archiv Solothurn: Abschiedeband X. Staatsarchiv Zürich: Abschtedeband VII. S04,
8SS.
Zürich. 1 Z2l), 17. Juli (Zinstag nach Margarete).
Staatsarchiv Lucern: Abschiede, .7. l!7. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, II. 114.
Archive Solothurn, Schaffhausen.
Boten: Zürich. Bürgermeister Nöist, M. Berger, I. Jacob Grebel, M. Niclaus Setzstab. Bern.Ein Brief. Lucern. —. Uri. Ein Brief. Schnitz. Ein Brief. Nidwalden. Ein Brief. Obwalden-Ein Brief. Zug. Hauptmann Bolsinger. Glarus. —. Basel. —. Freiburg. Ein Brief. Solo-thurn. Schultheiß Stölln Schaffhausen. Ludwig von Fulach. Appenzell. Ammann Suter. Abtvon St. Gallen. Jacob Stapfer. Stadt St. Gallen. Ein Brief.
Dieser Tag ist angesetzt, damit man sich erkläre — durch Boten oder Briefe — ob man nach demBegehren der römisch-königlichen und hispanischen Botschaft eine Gesandtschaft nach Flandern zum Königschicken wolle. Die Botschaft hat wieder eine Schrift eingereicht, worin zwei Artikel enthalten sind, erstlichdas Begehren um Absendung einer Gesandtschaft zum König nach Niederland, zweitens die Anzeige, daßder Herzog von Württemberg den zu Schaffhansen mit dem königlichen Orator, Herrn von Bergen gemachtenFrieden und Vertrag abgekündet habe. Auf den ersten Punkt haben Bern, Freiburg, Uri, Schwyz undObwalden schriftlich. Lucern und Glarus mündlich an Zürich geantwortet, sie wollen vor der Hand keineGesandtschast schicken, Glarus jedoch kann sich dazu verstehen, wenn die ihm vorgehenden Orte Gesandteschicken. Nidwalden will einen Boten schicken und hat ihn bereits ernannt, St. Gallen mit dem Mehrtheil,Zürich und Basel wollen schicken, die übrigen Orte wollen thun, was der Mehrtheil. Da man nicht ein-hellig ist, so fällt die Sache zu nochmaliger Erdaurung in den Abschied, um so mehr, als bei diesen bedenk-lichen Zeiten es doch nicht gerathen sein dürfte, Jedermanns Unwillen auf sich zu laden, besonders den desrömischen Königs, der von uns nichts verlangt, als was zu unserer und gemeiner Christenheit Ehre und zugemeinem Frieden dienen mag. — Den zweiten Punkt, betreffend den Herzog von Württemberg, haben wirzu ernster Berathung in den Abschied genommen, da diese Sache der Eidgenossenschaft leicht verderblichenKrieg bringen könnte. Da beide Sachen keinen Verzug leiden, so wird darüber Tag angesetzt nach Lucernauf St. Jacobstag (25. Juli) und dieses königlicher Majestät angezeigt. Inzwischen soll Jedermann eineinallfälligen Aufbruch von Knechten bestens zuvorkommen.
Die sechs Orte Zürich, Zug, Basel, Solothurn, Schaffhausen und Appenzell senden unter dem Siegel Zürichsmit Schreiben ää. Dienstags nach Margarethe diesen Abschied an Lucern, mit Bitte, die beiden Punkte wohl zubedenken und auf den angesetzten Tag unfehlbar seine Botschaft mit Vollmacht zu endlicher Antwort zu senden-
Staatsarchiv Luccrn: Ungebundene Abschiede.
Den schriftlichen Vortrag der kaiserlichen Boten ckä. Zürich 12. Juli enthalten textuell der Zürcher Ab-schiedeband VII, 304, ebenso die Abschiede von Solothurn und Schaffhausen.