Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
1249
Einzelbild herunterladen
 

Juli 1520.

1249

8»t

Basel. 1.120, 6. Juli (Freitag nach Uülllrioi).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VII, ,'ÜIll. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, si. Z!i7,

Archiv Schaffhauscii.

Auf dem jetzigen Schwörtag hat der Rath von Basel Folgendes an die Boten der Eidgenossen gebracht:reitags nach der Auffahrt 1519 sei zu Zürich ein Abschied ausgegangen betreffend die Streitigkeit zwischenerzog Ulrich von Württemberg und Graf Wilhelm von Fllrstenberg. Auf dem folgenden Tag DienstagUlrici 1519 hätte darauf Antwort gegeben werden sollen. Da Basel und dessen Burger, der von'rstenberg, jenen Abschied unannehmbar gefunden, so haben sie auf dem Tag zu Baden dessen Abänderung^aiigt oder Recht geboten nach Laut der Bünde und durch Sendung von Boten in alle Orte bewirkt,.. bedachter Abschied gemildert und auf dem Tag zu Baden, Freitags St. Verenentag 1519, verabschiedetvo,^^" ^de Parteien sollen auf Sonntag vor Matthäi letzthin zu Mühlhausen vor den verordneten Boten^ b Zürich und Bern zu gütlicher Verhandlung erscheinen und inzwischen gegeneinander stille stehen. Solches^»^schehen, aber es sei auf nachfolgenden Tagen die Antwort ausgeblieben bis zum Tag zu Solothurn' dem zu Basel auf Pfingsten letzthin, wo beide Parteien persönlich hätten erscheinen sollen. Der Herzog" Württemberg habe aber den Tag abgesagt und fernere Tage zu leisten verweigert. Darauf habenasel und Solothurn Boten nach Lucern zum Herzog gesendet und einen Vorschlag auf Wahl verabredet,nuich Heide Theile die Plätze, die sie inne haben, behalten und den Entscheid dein Parlament von" e überlassen sollen. Das hat der Herr von Fürstenberg angenommen, der Herzog aber wieder ausgeschlagen.Guusse Basel befürchten, daß es zu Tätlichkeiten komme und daß die drei Städte Basel, Solothurn' Lucern wegen ihrer Burger in MißHelligkeiten gerathen. Um dieses zu verhüten, bittet Basel, dermöchte von Tätlichkeiten abgemahnt und ernstlich eingeladen werden, Vergleich oder Recht anzu-^»lei,. Auch mit Lucern möchte geredet werden, daß es sich des Herzogs nicht thätlich annehme, sondern^ Erhaltung von Ruhe und Frieden helfe, ein Gleiches wolle Basel seinerseits bei dem von Fürstenbergthun zc. Das haben die Boten der Eidgenossen heimzubringen genommen und es soll darüber auf^ Tag Lucern Jacobi nächsthin (25. Juli) verhandelt werden.

8ZT.

Brunnen. 4620, > 4. Juli (Samstag vor Sk. Margarethe).

Staatsarchiv Liicer»: Ung-bund-nc Abschiede.

^ Die Boten von Uri, Schwyz und Unterwalden, zu Brunnen versammelt ^wese", schreiben im^egel von Schwyz an Lucern: Sie seien berichtet, Lucern habe kurz vorher ^ ^tüches lnsi.^ö^ogs von Württemberg demselben vergönnt, einen Bürger mit der Stadt ^ ^

?'d'°-..ich«.. sch°.m, w»,. dm Mi. d°". »w -»m

^ " diese dem Herzog eine merkliche Summe Geld gegeben, az Sie bitten

'""r Absage fast gleich zu kommen und möchte Lucern nicht zu Frieden ) ^ -