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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1520.

Das soll jeder Bote heimbringen bis auf den gemeldeten Tag zu Zürich. Z». Die Städte und Länder derEidgenossenschaft schreiben Donstags vor Johannis Baptiste aus Baden an Lucern: Sie vernehmen von Mbdaß ein Nachrichter in den ennetbirgischen Landschaften fehle, daß gegenwärtig ein solcher, der keinen Diensthabe, sich in Lucern befinde; Lucern möchte verschaffen, daß die Boten, welche auf die Jahrrechnung hineingehen, mit ihm unterhandeln und ihn bestellen mögen, «z. In der Sache zwischen Zürich und denen vonKaiserstuhl ist nach Anhörung beider Theile beschlossen, Zürich möchte von seiner Ansprache abstehen oderaber, da der Bote von Bern bereits abgereist ist, dieselbe anstehen lassen bis zur nächsten Jahrrechnung>i . Rechnung: Jedem Ort wird vom Vogt im Rheinthal 41 Gl. zu 16 Batzen, vom Vogt im Thurgauvon der Grafschaft wegen 33 Gl., von des Landgerichts wegen 23 Gl. zu 16 Batzen, vom Vogt in denAemtern im Argau 46 Pfund, von der Steuer von Dießenhofen 9 rhein. Gl. 1 Dickpfennig, aus derGeleitsbüchse von Zurzach 2 Pfund, von Schinders Hof bei den großen Bädern 20 rhein. Gl. Zins, vo>NStadthof 3 rhein. Gl. 2 Batzen, aus der Geleitsbüchse zu Baden 57 Gl. zu 16 Batzen jeder und 2 Di^plaphart, aus der Büchse zu Mellingen 15 Pfund Hllr., aus der zu Bremgarten 7 Pfund Hllr., aus derzu Klingnau 10 Pfund, zu Koblenz 3^ Pfund; vom Vogt im Sarganserland erhält jedes Ort 86 Pfund't,«?, i> fehlen im Zürcher- und Berner-, «z im Lucerner Exemplar, i» fehlt im Berner Abschied.Zu p. Staatsarchiv Lucern, ungebundene Abschiede.

8TS

Znri ch. 18. Jmlt (Mmtag nach Saut Nyts Tag).

Staatsarchiv Li,cor»: Allgemeine Abschiede, ,l. IN. Staatsarchiv Berit! Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 8. ZZ7.

Archive Solotliiir», Schaffhalisc».

tk. Jeder Bote kennt das freundliche Schreiben, welches Markgraf Ernst zu Baden wegen Bartholo-mäus Wackers von Rothweil an uns gerichtet hat. Da Rothweil auf diesem Tage nicht vertreten war, sowurde dieses Schreiben auf den nächsten Tag zu Lucern verwiesen. I». Meister Sebastian Grübet vo»St. Gallen, Priester, ist vor uns erschienen und hat angebracht, der Abt von St. Gallen, als Lehenherr,habe ihm die Leutpriesterei zu Berg bei St. Gallen in des Papstes Monat geliehen, nun hindere ihrSebastian Appenzeller, ein Gardeknecht, daran und bringe ihn in Kosten; er bitte, man möchte ihn gegoddenselben schirmen nach Maßgabe der Abschiede von Glarus und Lucern. Man hat auch den Sebastian Appen-zeller angehört, der anbringt, er habe päpstlicher Heiligkeit lange Zeit gedient, damit er die Seinigen, Bruders-kinder und andere Verwandte, mit Pfründen versorgen möge. Diese Pfründe nun sei im päpstlichen Monatgefallen und er habe sie auf eine Gratie erhalten; er bitte, daß man ihn dabei bleiben lasse. Darauf finddie Parteien vor den Abt von St. Gallen gewiesen worden, um sich zu vergleichen; können sie es nicht, sowird man dem Gräbel an päpstliche Heiligkeit, oder sonst wohin es nöthig wird, Empfehlungen geben undden vom Abt gesetzten Priester bei der Pfrund handhaben. Dazu soll hinter sich gebracht werden,ob mangestatten vnd lpden müsse, dz die gwardy knecht als legen die Pfründen anfallen, verschenken oder verkouffinsöllen." Darüber soll man sich berathen bis zum nächsten Tag. t . Jeder Bote weiß, wie Ammann StnlZvon Unterwalden nid dein Wald sich über die Rede, er habe zu Neuenburg Einen als eineil Mörder auf dasRad gesetzt, während der angeblich Gemordete noch lebe, verantwortet hat. «K. Der päpstliche Legat, Bischosvon Pistoria und Sr. Heiligkeit Kämmerling, hat ein Breve überreicht und anzeigen lasseil, die Pension s^