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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1520.

8tS

Baden, tZ26, 4. Juni (Niontag in dcr Applaswnchen).

DraatSarciiiv Lucern: Allgemeine Abschiede, l. 62. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 8. 426.

Archive Solothurn, Schaffhausen.

t». Um die Kosten der Bundesbeschwörung zu mindern, ist auf diesem Tag ausgemacht worden, daßdie Boten, welche zu diesem Zweck nach Zürich kommen werden, nachher nach Schaffhausen, die Boten welchenach Bern verordnet werden, auch nach Freiburg und Solothurn reiten sollen um die Eide einzunehmen!die welche nach Basel gehen, sollen auch in Mühlhausen und die, welche nach Appenzell gehen, zu St. Gallendie Eide abnehmen. ?». Die auf frühern Tagen gemachte Aeußerung der Städte Freiburg und Solothurn,daß sie uns Eidgenossen nicht mehr schwören wollen, außer wir schwören ihnen auch, soll allseitig erwogenwerden, da nun der Tag der Bundeserneuerung heranrückt, damit jedes Ort seinen Boten die nöthigenInstructionen auf diesen Fall gebe. v. Dem Vogt von Lauis, Jacob Stocker von Zug, und seineinSchreiber ist ab dem Tag zu Lucern geschrieben worden, sie haben sich auf diesem Tag zu verantworten inBetreff deszigs, so er vnd ander vff dem mundkenel mit ein andern gehandelt söllen haben." Sie sinderschienen und haben Folgendes erzählt: Auf letzten St. Martinstag habe der Herzog von Bar einen Briefan den Vogt Stocker geschrieben, worin nach freundlichem Gruß gesagt wurde, er vernehme, daß Stockerein Diener des Kaisers gewesen sei, er möchte auf dieser Partei bleiben, der König von Spanien habe vor,das Herzogthum Mailand einzunehmen und wenn das geschähe, so würde es ihm wohl bekommen, auf dieserSeite zu beharren. Darauf habe er dem Boten geantwortet: Er nehme sich der Sache nichts an, er wüßtenicht, ob es für oder gegen seine Herren wäre und zudem wolle er jetzt nicht mehr kriegen, sondern haus-halten. Darauf habe der Bote erwidert: Es würde nicht gegen seine Herren die Eidgenossen sein. Dabeisei es geblieben, er habe der Sache kein weiteres Gewicht beigelegt. Später als die Seuche zu Lauiseinzutreten begann, habe derVefpisionus" zu ihm geschickt, er habe etwas mit ihm zu verhandeln und ihnnach Karwiden am Fuß des Montkenel beschieden, dahin habe er den Schreiber mitgenommen und bei seinerAnkunft daselbst den Josue Beroldinger, den Vogt Göltschi und den Vogt Steffen da gefunden. Der Vefpisionushabe ihm gesagt, er habe ein Lehen vom Herzog Maximilian zu Mailand um 2000 Duralen erkauft undals der Herzog das Schloß räumen mußte, habe ihm der König von Frankreich 2000 Kronen Gült auf demkleinen Weinzoll zu Mailand nachgelassen, damit er seine Diener damit belohnen möge. Dann habe derHerzog ihm 400 Kronen Gült verordnet, Herr Barnabas aber ihm diese Gült in Haft gelegt, weßhalb erden Vogt Stocker um seine Vermittlung anspreche. Diese habe er eintreten lassen und nichts anderesgehandelt. Auch erklärt er bei seinem Eid, der Cardinal habe ihm nicht geschrieben noch Jemand anders.Der Schreiber sagt das gleiche wie der Vogt. Darauf ist dem Vogt empfohlen worden, gegen seinen VetterOswald Stocker nichts Unfreundliches vorzunehmen bis zum Austrag der Sache. «I. Der Cardinal vonSitten ist auf diesem Tage nicht erschienen, fondern hat geschrieben, er werde kommen, wenn er von unsgemeinlich ein Geleit erhalte. Dazu hatte man keine Vollmacht und meint, es wäre an dem ihm von Lucernaus zugeschickten Schreiben genug gewesen, nimmt daher den Gegenstand in den Abschied. Josue Berol-dinger verantwortet sich, der Cardinal habe ihm in dieser Sache nichts geschrieben, noch habe ihm jemandanderer geschrieben, auch sagt er, wie und was er mit dem Herrn Vefpisionus verhandelt habe. Der Bote