Mai 1520. 1237
^ das Land kommen. »». Die Jahrrechnung zu Lauis soll auf St. Johannestag nächsthin gehalten^rden. i». I,, Betreff des Spans zwischen dem Abt von Krenzlingen und Johann Möttelin zu Wallen-urg über Jurisdictionsgerechtigkeiten bleibt es bei dem Abschied zu Zürich, daß die Parteien einanderunverzüglich vor dein Landgericht im Thurgau berechten sollen, a. Schweiz und Glarus haben einen"stand mit den Ihrigen aus dem Gaster, welche behaupten, jeder ihnen gesetzte Vogt soll schwören, sie^ ihren alten Herkommen zu erhalten, auch bestreiten sie das Verbot des Fischens und Vogelstelleiis undkhaupten endlich, alle Frevel sollen vor einem Vogt und Rath im Gaster gebüßt werden. Die Botenkl er Länder sollen i» unserm Namen ihre Herren bitten, sich mit den Ihrigen gütlich zu vertragen.Machtet dieses nicht, so soll man auf dem nächsten Tage weiter berathell, wie man den Parteien zur"he verhelfeil wolle, y». Oswald Stocker sagt eidlich aus, der Cardinal von Sitten habe heimlicheHractiken und Anschläge gethan, mit Etlichen ans unserer Eidgenossenschaft und Andern einen Einfall inHerzogthum Mailand zu thun und den Herzog von Bar dort wieder einzusetzen, entgegen dem gemachtenmieden lind unserm dein König von Frankreich diesfalls gegebenem Brief und Siegel. Darum seien Zusam-menkünfte auf dem Montkenel gehalten worden. Mail hat auf diese Anzeige hin einen Tag nach Badenllk^ktzt auf Sonntag nach Corporis Christi (10. Juni) nächsthin allein dieser Sache wegen, dahin einige von"cker Bezeichnete beschrieben, lim sie zu verhören, auch zu beratheil, was mau mit dein Cardinal handelneolle. Als Theilnehmer dieses Anschlags sind neben dem Cardinal bezeichnet Andreas Beroldinger, Vogtkffen, Vogt Göltschi selig, Hieronymus Morosini, der Schreiber zu Lauis, Herr Vespisum zu Bellenz,Hieronymus Morone, der jetzt beim Herzog von Bar ist. «z. Dieser Tag war mehrtheils wegen der'Zöllschen Vereinigung angesetzt: man hat die Artikel nochmals mit der französischen Botschaft berathen,geändert und gemildert und jedem Boten eine Abschrift gegeben, um selbe an die Obrigkeiten zu bringen,^kil das hat auch die königliche Botschaft gethan. Darauf ist verabredet, daß auf St. Johannestag wiederk"> wag zu Lucern gehalten werden soll. „Vnd ist denenselben potten beuolhen, dem küng ze schriben, woMt. uns Eidgnossen Mendris vnd Balerna nit gütlich nachlassen, so werd es disen Handel allen zer-rütten." i . Vogt Troger von Uri hat uns einen Kundschaftbrief vorgelegt, dahin lautend: Es habenrei voil Bern zu Zürich beim Storchen Einen von Uri gefragt, ob seine Herren auch in die französischekreinigung gehen. Darauf habe der von Uri geantwortet: Nein, es müsse zuvor an die Gemeinde zuOlingen kommen. Hierauf haben die Verner geredet: Was geben uns denn unsere Herren vor? Sie^ k" uns gesagt, Uri sei beigetreten. Solches sei ihm, Ammann Troger und dem Vogt Dietli vor derll"»zen Gemeinde vorgehalten worden, als ob sie mehr zugesagt hätten, als ihre Instruction erlaubte. SieKlangen daher ein Zeugniß von gemeinen Eidgenossen. Nachdem man die Sache untersucht, „sindt man,"s deHein pott, vß welchem Ort die syend, sich bißhar ye erlüttert oder mit einichem wort in Mich ver-k"Nlng zugand zugesagt."
Zu r. Nom, 1S20, 12. Mai. Leo X. schickt den Wilhelm de Falconibus, seinen Kämmerling, Caplan desLegaten in der Eidgenossenschaft, Bischofs von Pistoria, welcher schon verflossenes Jahr die Pension gebracht,auch dießmal mit Wechseln behufs der Pensionszahlung an die Eidgenossen der XIII Orte und versichert, daß erkein Geld für besser verwendet halte als dieses.
Uebersetzung im Staatsarchiv Zürich.