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November 1519.
allen Churfürsten, Fürsteil und Stände», Prälaten, Schultheißen, überhaupt allen Christgläubigen geböte»werde, ihn mit Gewalt lind Waffen wieder einzusetzen. Und weil die Eidgenossen stets geneigt gewesen,den Unterdrückteil zu helfeil oder der Kirche Gehorsam zu leisteil, so wolle er sie allervorderst ermahueil undanrufen, ihm aus Kraft dieser Declaration zur Wiedereinsetzung zu verhelfen. Dabei hat er noch mehrettsaugebracht, namentlich auch den Georg auf der Fluh angezogen, wie jeder Bote weiß. — Da nun aber dieBoten dieses Tages hierüber von ihren Obern, denen die Anbringen des Cardinals noch unbekannt waren,keine Befehle hatten, so habeil sie den Gegeilstand in den Abschied genommen, in der Hoffnung, die Olnff'leiten werden darin nach aller Gebühr handeln, damit Recht und Gerechtigkeit ihren Fortgang haben mV'«I. Peterli, der Diener des Königs von Frankreich, hat angezeigt, Daniel Kapfmann sei um seine AnsM^vergnügt. Des Obmanns wegen in der Sache von Mendrisio und Balerua lassen wir es bei der ff»^ergangeilen Erkanntniß bestehen. Das Anbringen Peterlis, der König erbiete sich, wenn man diese Herr-schaffen gütlich beim Herzogthum Mailand bleibeil lassen wolle, uns jährlich so viel Zins zu geben als »eertrageil oder das Hauptgut dafür, hat mau in den Abschied genommen, v. Jeder Bote weiß, was ^Bischof von Basel in Betreff der Herrschaft Thierstein hat anbringen lassen. Da der Bote von Solothw»keine dießfälligen Aufträge hatte, so wird beschlossen, daß auf dem nächsten Tag alle Interessenten mitmacht zu endlicher Verhandlung erscheinen und Solothurn den Tag dem Bischof und dem Grafen Heinumvoll Thiersteiu verkünden soll. j. Bezüglich des Anstands zwischen dein Bischof von Basel und unsgenossen über Valendis soll es bei dem vorigen Abschied bleiben und da einer der Zugesetzteil des Bischtkrank ist, so soll die Sache anstehen bis derselbe wieder gesund ist. Der ehrwürdige, edle Herr Nicla»^von Meßbach, Domdecan und Coadjutor des Hochstifts Basel hat gemeinen Eidgenossen bestens geda»^für die ihm an päpstliche Heiligkeit gegebene Empfehlung, die ihm wesentliche Dienste geleistet habe »»ivofür er sich zu alleil Gegendiensten erbietet. S»« Ulrich Gerings und derer von Bruck wegen ist mit ^Botschaft des römischen und hispanischeil Königs geredet, daß man den Gering bei dein durch den Bisäffvon Basel gemachten Abschied bleiben lassen und demselben Vollziehung verschaffen möchte.
L u c e r n. 1Z10, 15. November (Si. O-hmars Abend).
Staatsarchiv Lucern: Acten Wallis.
Tag der drei Orte Lucern, Uri und Unterwalden. Die von Wallis haben den Caspar Metzelt,Castellan zu Brieg mit Credenzbriefen an die drei Orte geschickt. 'Nachdem derselbe seine Befehle eröff»^hatte, sind die beiden Brüder des Herrn Cardinais mit dem Meister Andreas Kretz mich erschienen mit de'»Begehreil, daß ihnen das Allbringen der Walliser mitgetheilt werde, damit sie gebührlich Antwort gebe»können. Das geschah; darauf haben sie ihre Gegeilrede gethan, wie jeder Bote weiß. Da man ,licht geiu'gs»'^Vollmacht hatte, sofort in die Sache einzutreten, so wurde beschlossen, beide Parteien sollen ihre Anbringtzu Händen jedes der drei Orte in Schrift setzen lassen, damit man sich darüber berathen möge. Die Bote»haben den Parteien zugeredet, sich auch jetzt noch etiler freundlichen Vermittlung nicht zu verschließen-