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October 1519.
werden, v. Auf diesem Tag sind die Boteil des schwäbischen Bundes, Hans Fryburger, Burgermeister zuUeberlingen, und Lienhard Jung, Stadtammann zu Ulm, erschienen und haben vorerst der Herren desBundes freundlichen Gruß und ihr Beileid wegen der jetzt allenthalben in der Eidgenossenschaft herrschende»„sterbenden Läufe" bezeugt, dann eine Schrift eingelegt, wovon jeder Bote eine Abschrist hat, endlich »ochmündlich angebracht, man vernehme, der Herzog von Württemberg, der jetzt zum zweitenmal aus merkliche»Ursachen durch den Bund aus dem Herzogthum vertrieben worden sei, habe sich an uns gewendet, m»eine Anzahl Knechte in seinen Dienst und für seine Person Geleit in die Eidgenossenschaft zu erhalten-Man bitte, ihm beides abzuschlagen, die Churfürsten, Fürsten und Stände des Bundes würden uns das alseinen neuen Beweis nachbarlicher Gesinnung mit höchstem Dank erkennen. Nachdem wir die württem-bergische Gesandtschaft auch angehört, haben wir darauf, da die Herren des Bundes uns bewilligt habe»,eine Vermittlung des Handels ans geeignetem Wege vorzuschlagen, gefunden, daß solches am besten durchmündliche Unterredung geschehen könnte und dieses den Boten des Bundes eröffnet. Diese haben erklärt,sie haben keine Vollmacht, dieses zu bewilligen, wollen es aber beförderlich in empfehlendem Sinne an dieHerren des Bundes bringen, in der Hoffnung, es werde uns hierin willfahrt werden. Darauf haben wirdas Uebrige des Geleits und der Knechte wegen in unfern Abschied genommen. «K, Bezüglich des Spanszwischen dem Bischof von Basel und dem Grafen Heinrich von Thierstein einerseits und unfern Eidgenosse»von Solothurn anderseits war den Parteien dieser Tag zur Verhandlung angesetzt; Solothurn hat aber a»fdiesen Tag der Kürze der Zeit wegen nicht erscheinen können, daher soll der Gegenstand auf dem nächsten Tagzu Solothurn in Behandlung kommen. Solothurn soll auch den Tag, wie er angesetzt ist, dem Bischof unddem Grafen von Thierstein zu guter Zeit verkünden, damit sie denselben besuchen können, v. Auf demselbenTag sollen auch die Zusätzer wegen dem Span zwischen dem Bischof von Basel und uns in Betreff desLehens von Valendis zur rechtlichen Verhandlung erscheinen. Und da der Bischof klagt, Herr Fritz Jacobvon Anwyl, einer seiner Zusätzer, werde wegen Krankheit den Tag nicht besuchen können, so wird ihm be-willigt, an dessen Stelle Herrn Ulrich von Habsperg zu einem Zusätzer zu geben. k'. Die Boten des römi-schen und spanischen Königs haben Antwort begehrt auf ihr Anbringen, daß wir Eidgenossen bis zur Ankunftdes Königs in Deutschland oder bis Pfingsten oder St. Johannestag mit Niemanden Bestand, Bündniß oderVerständniß machen möchten. Einige Orte hatten Vollmacht ertheilt, solches zuzusagen, andere nicht, nochandere hatten Auftrag, deßhalb einen andern Tag zu setzen. Dennoch hat man nach aufgenommenem Mehrgeineinsam geantwortet, wir haben zwar gegenwärtig nicht vor, mit irgend Jemanden Bestand, Bündniß oderVereinung zu machen, aber königlicher Majestät eine daherige Zusage geben wollen wir nicht, sondern wollenunsere Hand dießfalls offen behalten. Die königlichen Voten begehrten hierauf, daß, obschon wir eine gemein-same Antwort ertheilt haben, diejenigen Boten, welche Gewalt hätten, die verlangte Zusage zu geben, solchesihnen eröffnen, die andern das Begehren nochmals heimbringen möchten, in Hoffnung, ihre Herren werdenin Betracht des geneigten günstigen Willens, den wir durch diese Zusage, die uns ja keinen Nachtheil bringe,bei königlicher Majestät erlangen würden, sich auch noch dazu entschließen. Auf ihr Begehren wird ihnendeßhalb auf ihre Kosten ein weiterer Tag in dieser Sache bewilligt auf Sonntag nach Martini (13. November)zu Basel, x. Der Cardinal von Sitten begehrt ebenfalls Antwort, ob wir ihn sein Recht in unserer Eid-genossenschaft gegen seinen Widersacher brauchen und anschlagen lassen wollen. Zürich, Uri, Schwyz, Unter-waiden, Basel, Schaffhausen und Appenzell antworten unbedingt bejahend, Bern hat die Frage seinem große»Nathe noch nicht vorgelegt. Lucern, Zug, Glarus und Solothurn wollen ihn „an sinen erlangten rechte»