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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1519.

botschaften der Eidgnoschaft vff Jr bitt vnd beger gemalt geben vnd nachgelassen haltend, wo solichs geltmöcht vffgebracht werden von den Saffoyern oder andren, sich deß erlüttert vnd verwilliget, solichs also wolliden vnd Inen hiemit wilfarn möchtend, sover daß die von Jenff by Iren fryheiten vnd altharkomenheitenbeliben, deßhalb begert, daß der Herzog Inen zn rechten vnderpfanden geben solte mit Namen sin teil derHerschaft Stäffis, Gudersing, Ruw, Remond vnd Castel sant Denys, in dem daß der obgenant Herzog die-selbigen summ hinnen biß sant Michelstag nechstkünftig, acht tag vor oder nach vngeferlich, vsrichten vnd dieobgemelten vnderpfender ledigen vnd loßen solle; wo er aber das nit täte, wellend si soliche VnderpfanderJnnhaben, nutzen, besitzen vnd besetzen, ouch damit tun, schalten vnd walten nach Jrem willen vnd gefallenbis zu vsrichtung der ganzen summ, da der Herzog Inen des Ersten Rieux vnd Rumelp, darnach sin teilzu Steffis, Nuw, Gudersing vnd aber Nieuws für Nemund vnd sant Denps dargeschlagen vmb das deralt Herr von Mentonp zu sant Denys Wonung hat, aber doch by Jr begerten Jnstanzung beliben lassen,deßglich der Bezallung halb, ob Im die des kurzen Zils unmöglich wurde, doch den Zins der summ fünfvom hundert zu bezallen, damit si die schloß vnd vnderpfender nit in besatzung Jnnemend. Ist abgeredibi den von Friburg begerten Zillen vnd bezallungen zu bliben wie obstat bis zu vßrichtung der ganzenSomm, dannethin die vnderpfender zu des Herzogen Händen vnd gemalt lediget sin vnd werden sollen.

Zu dem Vierden für den costen, so mit Kotten, geschütz vnd andern: vfflouffen, darfür die von Friburgtusig krönen gefordert, das dem Herzog eben vil beducht, ist by der übrigen vßstanden gemelten summ inhabtender Musterung rodeln zu bezalen beliben v««d begriffen.

Zun: fünften als die von Friburg vor allen dingen haben wellen, daß Jr alten Burger, denen si Nbrieff vnd sigel ii: kurz oder lang geben haben, bi demselben burgrecht, als die brieff obgemelt Inhalten, kurzbeliben vnd davon in deHein wäg nit stau noch getrieben werden; dagegen der Herzog vermeint, die alten Burger,so merteils vmb kouffmauschaft willeu vor der Zit, als sin sürstlich gnad mit gemeinen Eidgnossen in pttntnihkomm, ouch vor dem Zusag zu Bern vnd Friburg Im beschechen vffgenomen sin, es wol möge darby blibenlassen, weliche aber nach derselben zit vnd sidhar angenomen weren, solten widerruft werden vnd kraftloserkant sin, deß aber die Boten von Fryburg nit sonders wissen haben einicher sondriger Personen nochburgern sid derselben obgemelten zit har, Ist abgeredt, solichs artikels halb vff angesetztem tag witter davonredei: vnd handle» mögen.

Zum sechsten sye Jrm Ratsfründ, der dann hievor in botschaft wyß zu Jenff von Inen abgefertigt,demselben sye ein bott nidergeworffen, die brieff genomen, das si für groß achten vnd vmb soliche Verachtungvnd schmach begerten si Inen ersatzung beschechen solte vnd satzten das den Kotten der Eidgnoßschaft heim-Ist abgeredt, dewil dem Herzogen sinen boten ouch durch den von Friburg krigslüt darnider geworfen vndetlich summ geltz genomen, daß es gegen einandern weit sin.

Zun: leisten als die von Friburg woltind, daß all artikel, so vorhin vßgangei: wern, by Jrn krefstenvngeschwecht blibei: vnd gehalten solten werde«:, wie dann dieselben abgeredt vnd beschlossen sind, haben diegesanten botschaften all vorgeschriben abscheide«: vnd artikel zusammen gehept vnd daruß in diser berichtbezogen vnd begriffen samenthaft gehalten zu werden.

Vnd alsdann durch die von Friburg de«: gemelten botschaften der Eidgnoschaft in Handlung des fridensvnd Vertrags zu Morsee zugeseit «var, die Rödel der Mustrung der knechten glich angentz ge«: Genfs Inennachschicken, das aber nit beschach, Ist abgeredt, das die von Friburg dieselben mustrungrödel gesigniertvnd besigelt vff nechst zinstag nach Ostern gen Bern schicken sollend.