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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1519. 1161

bc>» kleinen und großen Rath zu Genf vorgestellt, die ganze Sache sei wegen ihrem Burgrecht, ihrer Parteiungund ungeschickten Regierung entstanden, sie sollen bedenken, daß ein Ausbruch der Feindseligkeit Plünderungchrer Stadt durch die Truppen des Herzogs und die Freiburger zur Folge haben könnte und solchem Unglückund Blutvergießen eher durch die Zahlung von etwas Geld zuvorkommen. Endlich haben sie sich erboten,2l)l)v Kronen baar lind für 2000 Kronen Silbergeschirr zu geben und für den Nest die Stadt zu verschreiben.Die Freiburger wollten das nicht von ihnen annehmen, sondern allein von: Herzog versichert sein. DieBoten der fünf Orte fanden unbillig, dem Herzog oder der Stadt solche Geldleistungen aufzulegen, dochhaben sie, um größeres Unglück zu verhüten, den Herzog und die Stadt dazu vermocht und auch die Frei-burger dahin gebracht, 6000 Kronen baar im Namen des Herzogs anzunehmen, dazu im Namen der Stadt2ü00 Kronen baar und 2000 Kronen an Silbergeschirr, was alles zusammen 10,000 Kronen macht, fürübrige Summe nehmen sie die Versicherung des Herzogs auf Ziel und Tage an. Dainit sind sie ausdem Feld gezogen und haben Boten nach Genf geschickt, um Alles das zu bekräftigen. Die Boten der fünfDrte haben Alles dies gehandelt bis an ihrer Obern und gemeiner Eidgenossen Entscheidung, wofür sieallen Parteieil auf nächsteil Tag zu Zürich Tag gesetzt habeil.

It.Abscheid der abredniß vnd beschluß etlicher letster artikeln der bericht und Vertrags zwüschen demdurchluchtigsten Hochgeborneil fürsten vnd Herrn Carlin, herzogeil voll Saffoy vnd den vesten, frommen, für-sichtigen vnd ivisen houptman. Rät, vennet vnd Burger der Statt Friburg, so zu Morsee gewesen, durchllwer gnädigen Herrn von Zürich, Bern, Lutzern, Zug, Solothurn volmächtig, träffenlich botschaften abgeredt:Deß ersten des Burgrechts halb, davon diß kriglich vffrur vnd aller span entsprungen, deß sich die von^onff fries eigens Willens entzigen vnd abkündt vom Herzogen, selbes ouch bekennt ein ganze Gemeind inbywesen des Herzogen Räten, obgemelter botschaft von Eidtgnossen vnd deren von Friburg geordneten mit-hätten nach lut vnd sag des Adscheids Zürich vßgangen, inhalt bermenter brieffeil darumb vffgericht, dewildie von Friburg in Jr leisten abredniß entlichs beschluß welleil, daß die von Jenff by dem burgrechten, so^ von Inen angenomen nach lut vnd sag desselbigen abscheids Zürich vngenötigt ouch bi Iren friheiten vndaltem herkamen vngenötigt bliben sollen vnd sicherheit Jr beliben Inhalt des abscheids vff Mentag desZwölften tags abrollen zu Jenff vßgangen; dagegen der Herzog vermeint, diewil der abschied Zürich denen"wl Jenff des Burgrechten halb kein erkantnuß einiches rechtens darby zu bliben zugäbe, sonder so die vonDriburg sich solichs burgrechten entziechen vnd dann sollent die von Jenff von Iren Herreil vnd obern vngefecht,wWhasset vnd vngestraft sin w.; desselben abscheids Zürich wolle er sich ouch halten vnd dein geleben. Istabgeredt, das die Parthyen sich deß vff gemelten abscheid zu leisten tagen komm mögen vnd mitler zit derHerzog, der bischoff, die statt Jenff vnd ouch die von Friburg, jetlichs gemeinlich vnd sonderlich, bi IrenAbheilen vnd alteil herkamen vngetrengt beliben söllen vnd Jr lyben gesichert, ouch die von Jenff gegen IrenHerren vnd obern in Iren schuldigen pflichteil vnd gehorsame dienen sollend vnd gewertig sin, wie von alterharch zethund schuldig gewesen.

Zlim andern deß Silbergeschirrs halb, so die von Friburg für zweytusent krönen genomen vnd demHerzogen tag ze gend, solichs hinnen biß sant Jacobstag abzulösen, mit dem vnderscheid, wo solichs silber-lleschirr die ij'"° krönen nit wert were, solte Inen der Herzog dasselb ersetzen vnd vff die vnderpfänder Wachen,wo es aber besser were, wöllendt si Im sölichs an der summen abschlachen. Des artikels die Parthyen ouchZufriden sind.

Zum dritten vmb die übrig summe der Besoldung, deren die von Friburg den obgemelten gesandten

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