April 1519.
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die brieff, dero Soppen jeder pott wol gehört hat, im grund wpter anzeigen. Daneben werdeilt ander desöchs stend, stett vnd puntsvermandten glichermaß bepstlichcr Ht. vnd den Churfürsten ouch also zuschriben, inHoffnung, das werde erschießen." Jeder Bote weiß, wie der Herr von Bergen anerboten hat, wenn^ir Eidgenossen seinem Herrn, König Carl, unsere Knechte nöthigenfalls wider den König von Frankreich"ud um dessen Absichten auf die Kaiserkrone zu vereiteln, bewilligen wollen, so wolle er sie auf guten Soldannehmen. Das will man heimbringen, immerhin in dein Verstand, daß, wenn wir dem Köllig von Frankreichin angezeigter Gestalt Widerstand thun müßten, selbes ohne unsere Kosten zu geschehen hätte. K-. Betreffenddie Hauptleute, Lütiner, Venner und Aufwiegler, die wider Eid und Ehre dem Herzog von Württembergzugezogen sind, ist verabschiedet, jedes Ort soll die Seineil je nach ihrem Verschulden strafeil, so daß siebestraft seieil und wir solchen Ungehorsams, der zu Schmach und Unehre und Verderbniß unserer Eidgenossen-fchaft führen möchte, in Zukunft überhoben seien. Bezüglich der Hauptleute, Lütiner, Aufwiegler u. s. w.'" unfern gemeinen Herrschaften wird den Vögten geschriebeil, sie sollen genauen Untersuch halten, was jeder^rschuldet und wer sie dazu angestiftet habe und auf nächstem Tag darüber an uns berichten. Alle Ortesollen ihren Boteil Vollmacht geben, solche Schuldige aus den gemeinen Herrschaften scharf zu strafen, damitwir in Zukunft solche Vorgänge nicht mehr zu gewärtigen haben, ü». Jeder Bote weiß, was für SchriftenEtliche aus unserer Eidgenossenschaft dein Eberli von Nischach zugeschickt haben, darunter einen Rodel, worinf'ch etliche Hauptleute verzeichnet finden, jeder mit der Zahl Knechte, die er dem Herzog von WürttembergZuführen sollte, und wie diese Practik schon vor längerer Zeit vorhanden gewesen sein soll. i. Alis diesem^ag ist eine Botschaft Herzog Ulrichs von Württemberg vor uns erschienen und hat uns von geineltem HerzogMissiv überreicht folgenden Inhalts: Die Bündischen haben sich nach dein Abzug unserer Knechte wider'hn verstärkt und ihm letzteil Montag, ungeachtet er sich erboten, um den Span wegen Reutlingen auf uns^'dgenossen zu Recht zu kommen, ihre offenen Fehdebriefe überreichen lassen. Der Abzug unserer Knechtegereiche zu seinem Verderben und zur Erorberuug seines Landes, denn er sei unmächtig, seinen Feinden>uit Erfolg zu widerstehen; er bitte uns, seinen Feinden ,licht zu gestatten, daß sie ihren Hochinuth au ihmuuslasscn. Daraus ist die Botschaft des Bundes mit Herrn Maximilian von Siebeilbergen auch vor uns^schienen und hat einen Vortrag gethau, wovon jeder Bote eine Abschrift hat. Nach diesem haben wir'Vit der Botschaft des Bundes ernstlich unterhandelt, derselbe möchte mit seinein Kriegsvolk weder vorrücken"och angreifen, des Herzogs Land unangetastet lassen lind lins die Friedensvermittlung anvertrauen. Ind'esem Falle wollen wir zum Voraus die Versicherung geben, daß der Herzog die Stadt Reutlingen sammt"klein daselbst genommenen Hab und Gut, auch dem Abt von Salmansweiler und andern Bundesgenossend'e ihnen entwerten Güter zurückstelleil solle und werde. Weil aber die Gesandten des Bundes hiezu keineVollmacht hatten, noch solches über sich nehmen wollten, so haben wir ihren Herren und Obern, den Ständendos Bundes, diese Meinung durch einen Eilboten schriftlich übersendet mit bittlicher Erinahnung, sie möchten,da der Herzog sich in solche Restitution ergebe, uns gönnen, in ihren übrigeil Streitigkeiteil zu tädigen,damit Laild und Leute unbeschädigt bleiben und Blutvergießen erspart werde. Von ihnen und vom Herzog,do»l solches auch zugeschrieben wurde, hat man eilends Antwort begehrt, Darauf ist vom Herzog wegenReutlingen schriftlich geantwortet, aber nicht lauter angezeigt worden, ob er diese Stadt verlasseil wolle oder"'cht. Nachdem er jedoch auf unsere vorgethane Erläuterung Reutlingen betreffend eingewilligt, erklärte er, umandere Sachen vor uns zu Verhör und Unterredung kommen zu wollen und rief uns dringend an, ihm""verzüglich zu Hülfe zu kommen und ihn ,licht zu verlasseil. Z. Churfürsten, Fürstell und andere Stände