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Februar 1519
Zürich antworten, was man dießfalls weiter mit den drei Städten handeln wolle, i». „Wylent römischkeyserl. Mt. hochloblichister gedächtnus" Landhofmeister, Marschall, Canzler, Statthalter und Regenten zuJnnsbrnck haben auf diesen Tag eine Botschaft, nämlich den Grafen Rudolf von Sulz, Herrn Wolf vonHohenburg, Ritter, und Johannes Acker, Secretarius, zu uns gesendet, um uns den tödtlichen Abgang desKaisers zu melden und im Namen seiner Erben, König Carls von Spanien und König Ferdinands unddes Regiments des Hauses Oesterreich gebeten, wir möchten „ob sich eynich vffruren erhüben," getreuesAufsehen auf das Haus Oesterreich halten, laut der Erbeinung, und uns nachbarlich verhalten, was sie ihrer-seits auch zusichern. Deßgleichen sei eine spanische Gesandtschaft vorhanden, habe aber wegen Weite desWegs auf diesen Tag ihre Instruction noch nicht erhalten, weßhalb sie nm Ansehung eines andern Tagesbitte. Weiter seien kriegliche Unruhen im Reiche ausgebrochen, wir möchten nach Kräften verhüten, daßdie Eidgenossen zum Nachtheil des Hauses Oesterreich in dieselben verwickelt werden. Darauf haben wirwegen Abgang kaiserlicher Majestät unser Beileid bezeugt, gute Nachbarschaft zugesichert und erklärt, ihreMittheilungen an unsere Obern zu bringen. Den verlangten Tag haben wir nach Zürich angesetzt auf de»Sonntag Jnvocavit, das ist die alte Faßnacht (13. März). Jedes Ort soll sorgen, daß kein Aufbruch vonKnechten stattfinde, i». Heimbringen, ob man dem Begehren Vogt Göltschis und Heinrich Erbs um Geleitauf den Tag zu Zürich entsprechen wolle oder nicht. «». Der Cardinal von Sitten ist ans dem Tagerschienen und hat Antwort verlangt auf den Abschied von Zürich vom Mittwoch nach des heiligen KreuzesTag zu Herbst, oder wenn man dießfalls keinen Befehl habe, so möchte gesorgt werden, daß auf nächstewTag Antwort gegeben werde. Da nun jedes Ort jenen Abschied mit der Stimmgabe aller Boten unddeutlicher Bezeichnung der zu entscheidenden Fragen schriftlich erhalten hat, so soll darüber berathschlagt undauf dem nächsten Tag zu Zürich endliche Antwort gegeben werden, gs. Haßfurter von Lucern hat unseine Quittung von Meister Heinrich von Alikon geschrieben und das Seckelamtsbuch von Lucern vorgelegt,woraus hervorgeht, daß sein Vater sel. im Jahr 1502 die 240 Gl. Hauptgut und 24 Pfund Gelds aufdem See bei Heidegg abgelöst habe. Jedes Ort soll nun seinerseits auch nachforschen, wie viel ihm vondem Gelde zugekommen sei. Auf der Jahrrechnung zu Baden soll der Handel ausgemacht und der Zinsbriefdem Vogt zu Baden wieder überantwortet werden, «j. Peter Füßli, Onophrius Setzstab, Ludwig Hösch,Hans Ziegler von Zürich und Hans Selliser von Winterthur haben angebracht, sie seien als freie Haupt-leute im Mailändischen gewesen, und gebeten, man möchte sie nun aus der letzten Zahlung bedenken. DieserGegenstand wird auf den Tag zu Bern verwiesen; die Boten, welche dahin kommen, sollen hierüber uudüber ähnliche Forderungen Vollmacht erhalten.
Zu e. Cisint bemerkt hiezu i Glareanus.
Ber u. 1313, 21. Februar (Montag vor lviattiäs).
Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, I!. !iö7. Archive Solothnr», Schaffhausc».
»». In dem Handel und Span, den die siebeil Orte Zürich, Lncern, Uri, Schwpz, Unterwalden, Z"3und Glarus mit einander haben, hat der erwählte Obmann Caspar von Mülinen, Ritter, Tag angesetztauf Mittwoch nach Mittefasten (6. April) nach Einsiedeln. I». Auf diesem Tag wurde über den Handeldes Chorherrn von Vaurmarcus berichtet, der Briefe aus dem Gewölb zu Neuenburg soll entfremdet und