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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1518.

2. Es finden Friedensunterhandlungen zwischen Frankreich und England statt, worüber der Kaiser sichfreue, indem dadurch der Türkenzug befördert werde, worüber auch des Reichs Stände zu Augsburg verhandeln-

3. Der Kaiser vernehme, der König von Frankreich bewerbe sich emsig um Bündniß und Soldtruppen beiden Eidgenossen. Er fände aber besser, daß sie seinem Bunde mit den zwei Königen von Spanien und Englandbeiträten, indem dadurch der Friede der Christenheit gesichert und der Türkenzug befördert würde. Sie möchtealso kein besonderes Bündniß, sondern eine gemeine Vereinung mit dem Kaiser und den Königen von Frankreich»Spanien und England eingehen. Alle diese Potentaten sollen den Eidgenossen eine jährliche Pension geben. 3"der Vereinung soll klar vorbehalten werden, daß die Eidgenossen ihre Knechte denen, die die Vereinung halicagegen den, der sie allfällig nicht hielte, dienen lassen sollen. Die Eidgenossen möchten ihren eigenen Vortheil, d>eRuhe der Christenheit und das Interesse deutscher Nation beherzigen.

4. Wenn aber den Eidgenossen dieser Vorschlag nicht beliebte und sie dem Begehren des Königs vanFrankreich, der jetzt mit Jedermann Frieden hat und ihrer Knechte nicht bedarf, entsprechen, so müßten der Kaisirund Spanien immer in Sorge stehen, derselbe möchte jetzt oder künftig wieder feindliche Absichten gegen sirverfolgen.

Zu ii. Ein Schreiben der württembergischen Stände an gemeine Eidgenossen äü. Stuttgart Freitag nachAssumptionis Marie siehe im Berner Abschied R. 279.

7S7.

Äa 5 e 1. 4 ZI 8, 6. Septemsier (Montag vor Maria Geburt).

Staatsarchiv Liiccrn: Allgemeine Abschiede, ll. !Ni!i. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, Ii. !j0Z. Archiv Solothur»-

Ein jeder Bote weißt sinen Herren vnd obern zu sagen, wie die Gesandten von allen Orten mit ein-helliger antwurt, die sich zu fridlicher Ruw neiget, komm vnd entschlossen sind. Vnd diewyl aber dis tag-leist in dem allerbesten von wegen vnsers gnedigen Herrn von Wyrtempergs angesehen und gehalten worden,ze ratschlagen, wie man vor vberfall vnd verderpung derselben landschaft sin möht vnd aber allerhand kund-schaft und erfarung mittler Zit komen, das die Versammlungen der krigslüt, so yetz vor Ougen sind, nochnit vff das herzogthumb Wyrtemperg zeigen, vnd ouch das vff nechsten tag Zürich mit keys. Mt. Botschaftvon gemeinen Eidgenossen wegen Red gehalten worden, mit siner Mt. ze reden vnd sy demlltenklich ze pitte»,wider gedachten surften vnd sine landschaft nützit vnguediger gestalt in Vberzugswise fürzenemen, sonder dasNechtbieten des Herzogen anzenemen :c. das dieselb keys. Botschaft angenomen hat getrüwlich an sin Mt.ze bringen vnd nechsten Tag so Crucis schierest zu Zürich gehalten werden soll, als sy verhofft, gnedigantwurt zu erfolgen. Diewil dann derselb tag in acht Tagen sin wirt und die fach nach aller eruarungsollichen vfschub wol mag erliden, das man derselben antwurt bis dar von keys. Mt. erwarten vnd so diekompt, aber daruf geratschlagt werden, was sich wyter gepüren, deßglichen ob kein antwurt komen wirt, sichaber ze vnderreden, ob man zu siner Mt. ein Botschaft ordnen oder schryben welle, damit in allweg krieglichvffrur versehen werd. Es soll ouch ein jedes Ort by den sinen vlyßlich versehen, ob in mittler zyt vtzitvffrurs obgemelter gstalt inviele, das sy nit vslaufen sonder anheimsch bliben, vnd die nechst anstoßendenOrt dazwischen Jr.getrüw eruarung haben, als jeder pot das wyter weiß zu sagen."