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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1518.

748.

Zürich. 4848, 14. Juni (Montag vor St. VitStng).

Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede, ?. !!.". Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VII. 228. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, II. 208. Archive Solothur», Frciburg, Schaffhausen.

Boten: Zürich. Bürgermeister Wyß; Felix Grebel, Ritter; I. Jacob Grebel; M. Holzhalb. BernBartholoinä May. Lucern. Vogt Hug. Uri. Ulrich Dürler, Landweibel. Schwyz. Vogt Reding; VogtRichmuth. Obwa lden. Ammaun Frunz. Nidwalden. Zug. Caspar Schell; Heinrich Zigerli. Glarus-Ammann Mab; Hans Tschudi. Basel. Peter Falkner. Freiburg. Jacob Techtermann. Solothurn-Hans Heinrich Winkler. Schaffhausen. Eberli von Fulach.

!». Bezüglich der nach Inhalt der Vereinung bereits verfallenen päpstlichen Penston hat der Legatdurch den Stadtschreiber von Zürich begehren lassen, wir möchten auf den 5. August nächsthin einen Tagnach Zürich setzen, wo dann jeder Bote das Betreffniß seines Ortes gegen Quittung in Empfang nehmenkönne, indem das Geld in der Zwischenzeit anlangen werde. Das will man heimbringen, damit den Botenauf den Tag zu Bern Auftrag gegebeil werde, was in der Sache zu thuu sei. I». Dieser Tag ist angesetztwegen der Streitigkeiten zwischen Schwyz einerseits, Zug, Glarus und Basel andererseits, betreffend dieBesetzung der Vogteien Luggarus und Mainthal. Da auch heute die Voten von Schwyz keinen Besehthatten, von ihrer Forderung abzustehen, so wurdein ansehuug das vnser Eidguosseu von Zürich, Bern,Lucern vormalen ouch gutwillig nachgelassen vnd Jr jedes Ort nit mer dann ein Vogty, da sy zwo gehetzthabind vnd die vorbestimpten Ort ouch still gestanden syent" den Boten von Schwyz abermals in Abschiedgegeben, sie möchten ihren Herren mit höchstein Fleiß empfehlen, um Friedens und Ruhe willen, allen ihrenEhren und ihrem Stand unvorgreiflich, es bei der festgesetzten Ordnung bleiben lassen, da sie doch nachsechs Jahren wieder an die Reihe kommen, und möchten ihren Boten auf die Jahrrechnung zu Baden bisMontag vor St. Johannestag nächsthin gütliche Antwort mitgeben. Inzwischen sollen sowohl Schwyz alsZug mit Bestellung von Vögten stillstehen bis zum Austrag des Handels, v. Die kaiserliche Botschaft istauf diesem Tag erschienen mit Werbung und Anbringen, wovon jeder Bote eine besondere Abschrift hat.

Zu e.Vszug keys. Mt. Instruction:"

Der Kaiser sei zuverlässig berichtet, daß der Franzose auf jüngstgehaltenen Tagen nachfolgende Artikel a»gemeine Eidgenossen geworben habe: 1. Er sei geneigt und willig, über den Frieden noch ein weiteres Verständnisoder Bündniß mit ihnen zu machen. 2. Die Eidgenossen möchten ihm 10,00012,000 Mann wider denTürken und andere seiner Feinde in Sold geben. 3. Wenn das nicht beliebe, so sollen sie ihm doch Freiwilligezulaufen lassen. 4. Wenn auch dieses nicht, so möchten sie ihm doch gönnen, Landsknechte anzunehmen, derener allzeit erhalten könne. Darauf begehrt kaiserliche Majestät, daß die Eidgenossen dem Franzosen weiter keinGehör geben, noch weitere Bündnisse mit ihm machen, noch ihm Kriegsvolk zu werben gestatten, sondern d>eAnbringen der kaiserlichen, spanischen und englischen Botschaften erwarten, die nächstens ankommen und ihnenWohlgefälliges vortragen werden. Der Kaiser befürchte, das vom Franzosen verlangte Kriegsvolk sei nicht geg^den Türken, sondern gegen die Könige von England und Spanien und andere Confederaten bestimmt, denn derFranzose könne nicht für sich allein einen Türkenzug vornehmen, auch sei gegenwärtig kein christlicher Fürst vo>nTürken, der gar nicht in außerordentlicher Rüstung begriffen sei, bedroht.

Staatsarchiv Bern: Allg. Eidg. Abschiede, Ii. Sil.