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September 1517.
Anbringen des päpstlichen Legaten Antonius Puccius auf dem Tag zu Zürich, am Donnstag den
17. September 1517:
Da der heilige Vater kein lebhafteres Verlangen trage, als daß der zwischen ihm, seinem Vetter Lorenz uouMcdicis, Herzog zu Urbino, und der Commune von Florenz geschlossene Bund stets in Kraft und Wirksamkeitbleibe, so habe er ihn anstatt des wohlverdienten Ennius, Bischofs von Verulan an diese Legation gesetzt. Gegemwärtig habe er drei Dinge anzubringen: 1. Betreffend die Bezahlung der Pension, die auf diesem Tag stattge-funden, den Verzug zu entschuldigen. Letzten Jänner, als die Bezahlung erfolgen sollte, habe Francesco Maria vonRovere einen großen Zug im Mantuanischen ausgerüstet und damit das Gebiet der Kirche, auch das von Sien»und Florenz angefallen und die Gegenwehr habe den Papst und den Lorenz von Medicis und Florenz über700,000 Ducaten gekostet, die eiligst haben aufgebracht werden müssen und deßhalb wie wegen der durch denKrieg verursachten Unsicherheit habe sich die Bezahlung der Pension so lange verzogen. 2. Der Fußknechte wegen-die ohne Erlaubnis; der Obrigkeiten aus der Eidgenossenschaft dem Papste zugeführt worden sein, sei dies gege»den Willen des Papstes durch allzugroßen Diensteifer der Hauptleute und Jacob Gambaras geschehen, die E'd-genossen möchten es entschuldigen. So nothwendig der Papst die Hülfe gebraucht hätte, so habe er doch nie imAbsicht gehabt, dem Bunde nicht vollständig nachzuleben. 3. Weitläufige Rechtfertigung des Kriegs gegen Fr»^cesco Maria Navere und Widerlegung der in der Eidgenossenschaft verbreiteten Reden, Seine Heiligkeit ha^einen ungerechten Krieg gegen denselben angefangen. Darauf Bitte, den Papst Leo X., den Kirchenstaat, auchden Herzog Lorenz von Urbino und die Commune Florenz stets in getreuem Schirm zu halten und sich des TitcksBeschirmer der Kirchenfreiheit würdig zu machen.
»li'aenItutLs und gemalt des erwirdigen Herrn Anthonii Puccii, Legaten in der Eidgnoschaft, setz Zürich-"
»Xotarios ze machen. Glichen die ledigen kind. Was Pfründen antrifft: alluüttsulli rssiguatiollö»et osssiouss. Contsrsulla lzsnotlcüa st rsssruata, sommsullaulli illa all vitam, assiAnaulli ponsiouss.dispensiren vnd nachlassen betrifft: Uispousaulli In ^uarto xrallu, in tortio st in guarto sirnul, supMllstsotu uatalium. Uispsusaulli all gussuugus bsustlsia, supsr guasuugus irrsAularitats, all uuuin ouratuMin xx°- anno, llo non proiuousullo all ssptsuuiuru, lls proro^aullo all lnsnnium vsl all annum, llo prow^'vsullo all oruuss orlliuss in xxiis°- a guooumzus autistits stiain oxtra tsmpora. bltiam pro illsgitimis »»stiain pro paoioutillus llstsvtuin insinbrornm. — Ein altar im huß zehan für die edlen vnd Priester. Jkeiubichtbrief. Gelüpten vnd fert zeverwandlen. Hundert Jar applas ze geben hinder der meß. Sachen vnd Sp»"vnd appellation einem richter ze beuelhen. Crsaulll oornitos Palatinos, Grafen ze machen, ^.ooolitss, eappsllauo»vnd protonotarios ze machen. Item ze gradiren all guossuugus Kl-allus. UsroZanlli priuilöKÜs, rsgull»oauosllaris, suri patronatus, littsris apostoliois st c ^uillusouugus statntis. Das die frowen mögent in Clöst^wandten. Einein Lüpriestcr gwalt zu geben, sin vndertane zu absoluiren. Den Geistlichen erlauben weltlichzu hören. Dispensiren über Versumniß der siben ziten, Den Ordensherren erlauben zu bredigen. Zu beM»nach den römischen sitten. Von Pfründen: looaulli ss in suillsutsm, soullrmaulli looationss, rssiAuanlli e^psrmutaulli, llo truotibus psroipisulli in alwsvtia. — Erloupt Mulchen, Anken, Kes vnd Ziger ze essen. ^git auch Rationos wie zu Rom. Item siben Jar applas vnd sovil guallraZsu zu ewigen ziten. Item für fi"diener dispensiren der sprach halb. — Artikel in der Bullen: Clausula allsolutiouis, clausula obstavt-Vsorstuiu irritaus. Usrogaulli rsgulis oauoollaris, suspsullsulli Gratias iu rosiAuatiouibus. — Xll lluovompatibilia, ij pfunden zu haben vnd ij zehan vnder eim tach."
Solothurner Abschiedeband VIII.