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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli 1517.

bis dahin zu erwarten. ?«. Auf Montag (3. August) verlangten Caspar Schinner und sein Bruder aber-mals Aufschub der Verhandlung bis zum folgenden Tag, indem sie die Ankunft des Cardinals noch in derNacht erwarteten, v. Dienstag vor Laurentii (den 4. Augrist) begehrte der nun angekommene Cardinal vo»Sitten mit den Boten etwas allein zu reden. Das hat diese aber nichtwellen formklich bedunken alswillkort richter." Man hat daher dein Cardinal erklärt:ob sin f. gnad etwas fnrzenemen Hab, möge st»gnad solhs der widerparthp vnder Jr ougen, semlichs disenr teil ouch glicher forin geantwurt."AlstHer Cardinal geantwurt, möge sömlichs erliden vnd anfangs sin f. g. habe verstanden etwas vnwillens be-treffend sin f. g. einer vffrur iir Wallis, des sich sin f. g. nit versechen hette vnd hoff, da gar nütz ze ver-meinen antwurt zegeben, Jr werde dann alles das, so Jr f. g. entfrömdt vnd genomen siner Hab vnd güter»,dann on vrsach semlichs beschehen; sin gnad vermeine ouch Inen dheins rechten ze sind, wie wol sy v»sals richtern Eren vnd gutz wol getruw, ob wir in solhen heiidlen ze richten oder für zefaren willens habe»vnd vns des verstanden der geistlichen oder siner f. g. gescheften, wann Er ein Cardinal der Helgen kilche»vnd bischof gesalbet sye, ein ftirst des richs Hab ouch keü? Herrn dann bäpstl. Ht. vi?d kaiserl. Mt. Harumbobschon glich sim widerteil ein Vrtel vßgienge wider sin f. g. möchti Er wol wider darvon staii, harumb erdas nit vermeint zehaben verwilligt, dann ein Abscheid in Wallis vsgangen, der Im vnwüssend vnd Habdarin nie vermilgt vnd dabp angezöigt, das mir verstanden durch svllich sine wort, als möcht ein Bann darasentstan vnd erwachsen, mit vil vnd mer worten, wie dann jeder pot zu sagen witer weist." Dabei hat erEinigegeschmutzt" und beschuldigt, sie haben ihm Eidespflicht gethan uud selbe an ihm nicht gehalten.Die Gegenpartei hat auf solche Klage und Anschuldigung des Cardinals uns um Recht gegen ihn angeruft»und begehrt, es möchte ihr gestattet werden, Antwort darauf zu geben; erfinde sich dann, daß sie gehandeltund gethan, was nicht ziemlich und recht, so wolle sie sich darum das Recht wohl oder wehe thuu lassen.Darauf haben der Vogt von Siders sammt den Procuratoren und Sendboten etlicher Zehnten von Wallis/deßgleichen Georg auf der Fluh, um Gottes und seines Leidens willens gebeten, ihnen zum Recht zu ver-helfen, Mehreres begehren sie nicht; sie wollen daran Ehre und Leib und Gut setzen, wenn sie sich mästverantworten mögen, finde sich aber, daß sie Recht haben, so möchte man sie dabei schützen. Und »»"haben wir abermals die mannigfachen Klagen des Vogts von Siders, der Procuratoren und Georgs a»!der Fluh :c., ebenso die Verantwortung des Widercheils und auch eine Rede des Cardinals, betreffend dasSchloß Martinach angehört, das von jeher ihm und an den Tisch von Sitten gehört habe, die Erzgrube»/die ihm als Landesherrn gehören und andere Artikel, es sei der todten Hand und einiger Geldansprache»Stephai? Schinners wegen, weßhalb seine fürstliche Gnade sammt dem Capitel zu Sitten protestirt m>dmeint, sie haben darum Niemanden Recht zu stehen. Nachdem wir Boten alle diese Klagen und Prote-statiouen vernommen, ebenso derer von Leuk und etlicher Anderer und einiger Zehnten Erklärung, sie habe»keine Vollmacht, in das Recht zu stehen, und nachdem der Abschied von Sittengearguiert" wird und mästin Kraft bestehen mag, so haben wir alle diese Händel in Ruhe gestellt und wollen darüber an unsere Herre»und Obern berichten, um auf fernern Tagen darüber weiter zu verhandeln. Und da beide Parteie»/(ausgenommen der Herr Cardinal und sein Capitel, die von Leuk und etliche andere Zehnten, die sich ^Rechtes nicht beladen wollen), namentlich Caspar und Peter Schinner und ihre Widersacher, weiter Recht ange-rufen haben, so wird ihnen bewilligt, vorab den Handel den drei Waldstätten, die mit ihnen in Burg- »»Landrecht stehen, zu gütlichein oder rechtlichem Entscheid vorzulegen. Was etwa weiter begegnet, mag »e»gemeinen Eidgenossen auf dem Tag zu Lucern Montag Sanct Lorenzentag (10. August) angebracht werde»-