Juni 1517. 1061
Herren vnd vätern allweg gehorsam erschinen vnd vns für vnd für halten an ttch vnsern gnädigen Herren vnd
vättern als from redlich Eidgnossen. Datum zu Lowis vff Zinstag in pfingstvirtagen anno xvij.
Gemein knecht so Lowis geschlossen Hand.
Den vestcn frommen fürnämen vnd wissen, Zürich, Uri, Schwyz, Vnderwalden nidt dem Wald,
Basel vnd Schaffhuscn, vnsern gnedigen Herren vnd vättern."
Staatsarchiv Lucern: Allg, Abschiede, ?. soo.
Baden. 4Z47, 23. Juni (Zinstag vor Johannis Baptiste). (Jahrrcchnung.)
StaatSareliiv Ziirict»: Abschiede, Vit. 103. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, It. 1. Archiv Schafthansell.
i5. Auf Mittwoch nach Ulrici (8. Juli) sollen Bern und Zug ihre Boten, des Fatzmann wegen, zuberbergheim haben. I». Jeder Bote kennt das Schreiben Herzog Ulrichs von Württemberg, wodurcherselbe bittet, gegen ihn angebrachten Verdächtigungen keinen Glauben zu schenken, e. Jacob Stapfer^antwortet sich gegen die auf ihn ergangene Anschuldigung, als wolle er wider unfern Willen KnechteAnwerben und in fremde Kriege führen. Das sei unwahr; er sei zu Venedig gewesen, um eine Ansprache^''zuziehen; er werde sich immer als ein frommer, gehorsamer Eidgenosse erzeigen. Mau soll heim-ruigen, ob man die Ablösung von 14 Mütt Kernengeld aus der Sprossenmühle zu Baden gestatteil wollev^r nicht, v. Betreffend den Zoll in Gaster und Sargans, von welchem Schwyz und Glarus ihre Landleute>vkl wissen wollen, soll man auf dem nächsten Tag weiter handeln, l. Ebenso über die Streitigkeit zwischenkm Abt von St. Gallen und denen von Kriesern im Nheinthal, der Gerichtsbarkeit wegeil. K. Jederotc weiß über die Warnung zu berichten, die uns von Bern und Basel wegen kaiserlicher Majestät zuge-omineii ist. >». Jedes Ort hat dem vor Dijon verwundeten kaiserlichen Büchsenmeister 1 Gl. für eine Ehrung^geben. I. lieber Wepfers und Hauptmann Henzis Soldreclamationen weiß jeder Bote zu berichten.^ ' Tagansehung für gemeine Eidgenossen nach Baden auf St. Michaelstag nächsthin (29. September) aller"sprecher wegen, die glauben „überrechnet" zu sein, auch wegen Theilung des französischen Geldes. I. liebera» Begehren Onophrius Setzstabs, daß ihm für seine im Dienst der Eidgenossen erlittenen Verluste anvhen und Anderm eine Entschädigung gesprocheil werdeil möchte, soll man auf diesem Tag (29. September)öu Baden entscheiden, i». Ebenso über die Ansprachen, welche die freien Knechte in der Grafschaft Baden,^ iil Hochburgund gewesen sind, an Felix Lang machen, i». Der Vogt von Schenkeilberg hat mehrmals aufagen Ersatz einiger von ihm zu Lauis gehabter Kosten und Auslagen verlangt. Darüber soll jedes Ort nachJiiveriiehmen seiner Boten, die zu Lauis gewesen, auf dem Tag zu Badeil antworten, «s. Auf Gefallen der. ern habeil die Boten dieses Tages einhellig beschlossen, Hauptleuten, die wider ihrer Herren Wissen und^en Knechte anwerben und hinmegführen, allen Schirm und Frieden abzuschlagen, und Knechte, die anMM Ansprachen haben, mit ihnen nach Gefallen handeln zu lassen, z». Jeder Bote kennt das Anbringenvon Schwyz wegen Beschwörung des Pensioneiibriefs, daß man neben den Boten der Orte, die ihn noch^cht beschworeil haben, nicht mehr tagen wolle. «Z. Mail soll heimbringen, daß das Betteln um Fenster ab-stellt werde, da daraus große Kosten entstehen, i . Jedes Ort soll die jetzt in päpstlichen Dienst gezogenen^uptleute nach Verdienen strafen. 8. Zürich, Bern, Uri und Schwyz sollen in aller Orte Namen am- Tctober gegen Frau Margaretha von Flandern einen Tag zu Neuenbürg leisten, t. lieber das Geleit-Vtzehren des Hans Hetzel von Lindnach, der zu seiner Frau zu kommen wünscht, soll man auf dem nächsten