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Juni 1517.
nisses von Baden zur Strafe ziehen. «I. Burkhard von Meßbach zu Bern hat im Namen seines BrudersHans von Meßbach die Eröffnung einiger Kundschaften begehrt, welche in des Letztern Handel seine Unschulddarthun sollen. Da aber diese Kundschaften lateinisch abgefaßt sind und man nicht Gelegenheit hatte, siesofort verdeutschen zu lassen, so wurde der von Meßbach angewiesen, sein Begehren auf der Jahrrechnung zuBaden wieder anzubringen; inzwischen wolle man die Kundschaften übersetzen lassen und dann anhören, auchmöge er, wenn er wolle, dieselben inzwischen in alle Orte senden, damit man besser in der Sache zu handelnwisse, e. Da nun überall in der Eidgenossenschaft die Ansprachen an den König von Frankreich geprüftwerden, so haben unsere Eidgenossen von Schwyz angebracht, sie haben vor einem Entscheid der übrigenOrte sich keiner Ansprachen annehmen wollen, welche 1. guittirt seien, 2. von Solchen herrühren, die überVerbot als Ungehorsame weggelaufen seien oder 3. „sovil die bericht mit dem Franzosen von des Herzogenvon Moyland wegen inhalt vnd vßdrukt." Darauf wird beschlossen, jeder Bote soll das heimbringen undes soll darüber auf der Jahrrechnung zu Baden geantwortet werden, tl'. Bern und Zug sollen den Fatzmaunberechten; Zug soll den Vogt Stocker dazu schicken,t' fehlt im Lucerner Exemplar.
Zu II». „Vnser vndertenig willig dienst. Erenfesten frommen, fürnämen, fürsichtigen vnd wysen gnädigenHerren vnd väter. Als dann vwer wirdikeit bericht ist, wie (wir) das schlos Lowis wider vnd one vnserer Herrenvnd obern wüssen vnd willen geschlissen Hand; dannenhar wir, als wir vermerkent, üwer gnad vnd wysheüwerde sölichen Handel gnädiglich vff vnser dartun bedenken. Dann wiewol sölicher Handel vß vnserer Herrenbefelch nit beschechen, sonder one Jr wüssen vnd willen für vns selb getan, so Hand wir doch söllichs nit verächtlich,niemand zu leid oder trotz gehandelt, sonder das wir vernommen Hand, zu tagen söllicher Handel anzogen, hinvnd her getrölt vnd nit eins mögen werden vnd so von mengem biderman allenthalben ghört, das nutz vndgut wer, sölichs schloß zeschlißen. Darumb vnd vß disen nachfolgenden vrsachen habend wir vns des vnderstanden -Des ersten, daß vß solichem schloß den vnsern vornacher groß schaden beschechen, mengen biderman rostet, ouchangesechen, das Jr vnser gnädig Herren besser wissent, dann wir, wie Jr die schloß versechen mit spyß, bulfer vndanderer Zügehörd, on all fürmachtung vnd ordnung u. s. w. Darumb zu besorgen, diewil vnd noch ob densechzig banditen oder vertribner vmb Lowis ligent, ist nit klein sorg gewesen, wo es Inen verraten, das dannsölliche vnser Zusätzer darin ermurdt wurdint. Ouch angesechen das sölich schlyßen der vnsern der Herrlichkeit,rendt vnd gült one schaden, sonder dieselben baß mögent nießen vnd Jr nu fürhin des schweren vnnutzen costenvertragen werden. Jr vnser gnädig Herren wüssen ouch gar wol, das söllich schloß in vergangnen nöten wedervns noch den Vnsern von Lowis ein trost noch Hilst gewesen. Dann wiewol wir ein schweren Zusatz da gehept-so wer er doch nie stark genug gewesen, den Vnsern zu Lowis einich Hilst zu tund, wo sy überfallen weren worden-Harumb gnedige Herren vnd väter, so ist vnser ein schlechte rott junger guter gsellen von den Orten, so in Lowissind, vstbrochen, je einer dem andern nach als die schaf, so eins dem andern nach ober den Höchen berg abspringtvnd habend vermeint, es solle jedermann gefallen, Jr hättent ouch die muren ze Lowis lang genug mit schwerencosten gerumpt. Habent also das zerbrochen, wie dann vnser altfordern ouch mengs schloß vmb des gemeinennutz, srid, ruw zu gut vnd zu behalten land vnd lttt zerbrochen Hand, vnd ist Inen wol erschossen. In glicherwyß mag üwer väterlich gnad wol ermessen, wo Somvix nit geschlissen wer worden, was großen schaden vns donach der Macht vor Moyland erwachsen wer, wo zechen oder zwenzig mit einem wunden oder mer komm weren;die weren all erwürgt worden, als vor ouch dick beschechen ist. Darumb so bitten wir üwer väterlich gnad vnder'täniglich, Jr wellint vns disen Handel in keiner andern meynung noch gestalt ermessen, dann wie wir das geta"habend; dann warlich in dheiner andern gstalt haben wir das than, dann im besten. Also wellint Jr das vonvns vffnemen vnd wellent vns das vff dismal verziechen, so wend wir vns diewil wir leben, üch vnsern gnedige»