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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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März 1517.

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die in der Zwischenzeit gehabten Kosten ersetze. Uri, Schwyz und Nidwalden geben gleiche Antwort mit derweitern Forderung, daß alle Orte sich verschreiben sollen, Lanis und Luggarus niemals Jemanden abzutreten,außer mit einhelligem Rath, so daß ein einziges Ort es hindern könne. Die sieben Orte haben diese Erklä-rungen in Abschied genommen, um noch eine besondere Berathung hierüber zu pflegen und den Tag dazufestgesetzt auf Freitag vor dem Palmtag nach Lucern. i»». Gemeiner Eidgenossen Boten, zu Lucern ver-sammelt, schreiben (ultima Naroii) an den König von Frankreich: Ihr Verbündeter, der Herzog von Würt-temberg, sende den Eberhard von Nischach in seinen Geschäften zu ihm, dem König, und sie, die Eidgenossen,s>aben ihren Boten, den Träger des Briefs, beauftragt, ihm dabei seine guten Dienste zu leihen, angesehendie große Freundschaft, die ihnen der Herzog stets erwiesen habe.

I»Ii fehlt im Zürcher Abschied, m fehlt im Schwyzer Exemplar.

Zu I. 1517, nach Lätare, Die päpstliche Botschaft trägt vor: Nachdem sie auf dem letzten Tag zuLucern ihre damals vom Papst erhaltenen Aufträge eröffnet, seien ihr seitdem weitere Briefe zugekommen,deren Inhalt sie nach dem Willen des Papstes und seines Vetters und obersten Hauptmanns, des Herzogsvon Urbino, mittheile. Die Eidgenossen sollen sich nicht verwundern, daß Seine Heiligket in den Nöthen diesesKrieges sie nicht zu Hülfe gerufen habe. Der Angriff sei so unerwartet gekommen und so ohne allen Grundund Anlaß, daß er zur Erhaltung des Kirchenstaates in aller Eile Knechte habe annehmen müssen, wo er siezunächst fand, um die Städte am Meer zu besetzen, was dann auch glücklich geschehen sei. Darauf sei HerzogLorenz von Urbino mit mächtigem Zug zu Fuß und zu Roß aus Nimini gegen Pesaro gezogen und habe denFeind, der gerade Fano belagerte, gegen Urbino in's Gebirg getrieben, wo selber sich wegen Mangel an Nahrungnicht halten könne und der Herzog ihn einschließen und schlagen wolle. Es sei Hoffnung vorhanden, daß esweiterer Hülfe nicht bedürfe, obschon solche vom Kaiser und Spanien bereit und aus dem Königreich Neapelnach Erfordern des Papstes geleistet sei. Die Herren Colonna haben ihre Hülfe auch anerboten. 300 Glene,die der König von Frankreich geschickt, habe Herzog Lorenz, da er sie nicht brauchte, nach Parma und Reggiogelegt. Aber bei all dieser Hülfe habe Seine Heiligkeit doch die Bereitwilligkeit seiner liebsten Freunde, der Eid-genossen, am höchsten geschätzt und hoffe, sie werden darin verharren und bedenken, daß allzeit der Kirche undder Eidgenossenschaft Glück gemeinsam sei u. s. w. Das Geld für die Pension habe Seine Heiligkeit wegenUnsicherheit der Wege bei diesem unverhofften Auflauf bis jetzt nicht absenden können, befehle aber seiner Bot-schaft, abermals zu versichern, daß es so gut als bereits in unfern Händen sei und anlangen werde, sobald dieseUnruhe sich gelegt habe. Die Botschaft räth:das üwer Großmechtigkeit von der Pension vnd üwerm gutengemüt etwas siner Ht. antwurt geben vnd zuschriben." Staatsarchiv Lucern: Ungebundene Abschiede.

1517, 21. März. Ltzre (?). Maximilian, römischer Kaiser, schreibt den Eidgenossen: Er und sein Sohn,König Carl von Hispanien, haben mit dem König von Frankreich einen Frieden und ein Bündnis; gemacht mitVorbehalt und Einschließung des heiligen Vaters und der Eidgenossen, von denen sie sich nicht söndern wollen.

Abschriften im Archiv Solothurn: Abschicdeband Vlll.

Zu in. Nach Lucerner Allg. Abschiedeband U. 274.

7VT.

Martimich. 4647, 31. März.

Staatsarchiv Luccrn: Acten Wallis.

Die Boten der mit Wallis verburgrechteten und verlaudrechteten Orte, Luccrn, Uri und Unterwalden,haben im Namen gemeiner Eidgenossen und der Landschaft Saanen sich redliche Mühe gegebeil, in den