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Januar 1517.
für empfohlen zu halten, Alles mit mehr und bessereil Worten. Darauf haben die kaiserliche und die eng-lische Botschaft nochmals die Vortheile eines englischen Bündnisses dargestellt und die Nachtheile, die unsaus dessen Ablehnung erwachsen könnten. Wir haben es zwar bei der gegebenen Antwort bleiben lassen,ihnen jedoch erklärt, damit an uns Boten nichts ermangle, wollen wir gern an unsere Herren und Obernbringen, was sie uns schriftlich geben würden, q. Mail soll daran sein, daß die Briefe der Richtungund Vereinung, welche Frankreich von den acht Orten hat, wieder herausgegeben werden. Man soll sich auchberathen, was man thun wolle, wenn solches nicht geschehen wollten. , . Man soll auf dem nächsten Tagauch über die Meinung der sieben Orte, daß sie an den Schlössern jenseits Gebirgs Theil haben, jedesOrtes Stimme einholen. Heimbringen, ob man den Thomas Bonner, der in des Abts von St. GallenLandschaft und anderwärts wandelt, gefangen setzen wolle. Weiter soll man heimbringen, was man in derSache des Hans von Dießbach weiter handeln ,volle, damit solche schwere Sachen nicht in Vergessenheitgerathen. t. Ebenso hat man Rede gehalten wegen Schultheiß Feer von Lucern, Schultheiß Conrad,Schultheiß Babenberg, Venner Stölli und dem Ochsenbein von Solothurn und Andern, die bisher übelgehandelt haben, aber obschon sie von Ehreil gesetzt sind, doch noch im Regiment sitzeil, was uns Eidgenossengegenüber Fremden verächtlich macht. Das soll man heimbringen und auf dem nächsten Tag weiter darüberrathschlagen.
t nach Schwyzer Abschied, « fehlt im Bcrner Abschied, i-, t ebenfalls.
Zu t. 1. Rom, 5. Januar 1517. Schreiben Leo's X. an die Eidgenossen, ivomit er ihnen Nachricht gibt,daß der Türke den Sultan von Egypten, der ihm an Macht fast gleich geachtet worden, überwunden und dessenReich und Heer mit dem seinigen vereinigt habe, so daß zu befürchten stehe, er werde nun im nächsten SommerJllyrien, Venedig, Ungarn, oder auf seinen 200 dreireihigen Schiffen Italien anfallen, weßhalb alle christlichenFürsten und Stände zur Hülfe aufgerufen werden. Die Eidgenossen möchten sich aussprechen, wie viele ihrerstarken Krieger sie zu diesem heiligen Kriege stellen wollen. Seine Gesandten, der Bischof von Verulan undJacob Gambara, werden mit ihnen darüber unterhandeln. Archiv Solothurn: Wschicdcband vm.
2. „Anbringen von bäpstlicher Helikeit hochwirdiger bottschaft vff dem tag Zürich nach Sant Hilariim v° xvij:"
„Großmechtigen Herren, wie wol wir nit zwiflend üwer großmechtikeiten, als die waren beschirmer der kilchenvnd liebhaber christenlichen gloubens, dis klarlich vnd bäp. Ht. von zugesandten verkündung wislich vnd fttrsichtik-lich ermessen vnd nach üwer loblichen nation krefften, so großem gemeinem nutz in anligender not zu helfen die für-nemsten sin werdend, vnd semlich üwer guten willen vnd Meinung siner Ht. wellend offenbaren, So bedunkt vnsdoch loblich sin in so großem Handel, das üwer Großmechtikeiten nach gewonlicher wiser rat vnd vorbetrachtungbäp. Ht. schribend, wes Begird vnd willens Jr werend üch gutwilliklich sich darzubieten wider die vyend christen«lichs gloubens, wenn es (da got vor sye) die notturft erfordern wurde.
Vnd demnach bedächte vns nit vnzimlich, besunder fast loblich, ob ü. G. nation, die zwüschend den fürstenvnd Herren gelegen ist, die zum teil mißhellig sind vnd deßhalb frid oder krieg liechtlich vorhanden habend, bäpst'liche Ht. geschriftlich bittend, das si) vnder allen christlichen sürsten friden (den sin Ht. so hoch begert vnd erfor-dert) fürdern welle in als sorglichen löuffen vnd widerwertikeiten christenlichs gloubens, mit erbietung üch vndall üwer macht vnd gewalt zu sölichen friden zu handlen vnd machen. Vnd so Jr das tun vnd üwer stimm,willen vnd beger setzen werden in den Willen vnd erkorung bäpstlicher Ht., habend wir kein zwifel, Jr tuend einding siner Ht. wunderbarlich angenem, wann vß üwer briefen (die allen christenlichen fürsten geoffenbaret würdend)sin Ht. zu disen dingen dester geherzter were, so sy vermerkte, dz Jr vß Jnbrünftigkeit üwer guten gloubens vndtrüw semlich notturft erfordern tätend vnd anfachen." Staatsarchiv Zürich.