Juli 1516.
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jetzmals lütrung nit not." Betreffend den dritten Artikel mögen sie nicht leiden, daß die acht Orte in derHilfsverpflichtung stehen, wenn gleich sie, die fünf Orte, derselben wollen entlassen werden. Das Wesentliche,woran Alles liege, sei, daß die acht Orte von der Vereinigung abstehen und dann mit den fünf Orten geineinsamfür einen ehrlichen und beständigen Frieden unterhandeln helfen. Daher die fünf Orte, in Betrachtung, daßdie vorgelegteil Artikel unannehmbar, nochmals von den acht Orteil Antwort verlangen, ob sie von der fran-zösischen Vereinung zurücktreten und die alteil Bünde halten wollen oder nicht, damit es nicht nothwendigwerde, weiter mit ihnen zu reden und vor ihre Gemeinden zu treten. Darauf antworten die Boten der achtDrte, ihrer Herren Wille und Meinung sei vorab, die alten Bünde zu halten, daran soll kein Mangel sein,das Uebrige wollen sie heimbringeil, denn sie haben keine weitere Vollmacht. Dazu sei dieser Sache wegeil aufSonntag über acht Tage ein Tag nach Bern angesetzt, welchen zu besuchen sie auch die fünf Orte bitten, damitdie Diilge zu gutem Ende geführt werden mögen. Hierauf haben die Boten der fünf Orte die Befehle ihrerHerren und Obern weiter eröffnet und schriftlich an die acht Orte gelangeil lasseil, was folgt: Sie haben diedeschwornen Bünde, die sie mit den acht Orten haben, vor sich genommen und nach ernstlicher Erwägung gefun-den, daß dieselben diese französische Vereinung nicht zulassen, zudem daß Orte derselben beigetreteil seien, welcheohne Zustimmung einiger der fünf Orte dazu nicht befugt seien. Und da die fünf Orte immer aufgezogenwerdeil und keine endliche Antwort erlangen mögen, ob man von dieser Vereinnng absteheil wolle oder nicht, sowahnen sie alle die, welche sie zu mahnen haben, nach den Bünden, von dieser Vereinung abzustehen undzu thun, was unsere Voreltern gethan haben und wozu sie schuldig seien, in der Hoffnung, daß solcherMahnung unbedingt nachgelebt werde und mir unter uns zu Ruhe und Rast kommen. Das haben dieVoten der acht Orte heimzubringen angenommen, in Hoffnung, wenn sie von der Vereinung abstehen vonfünf Orteil desto günstigere Antwort zu finden. Die acht Orte sollen auf St. Laurenzen Tag (10. August)ZU Zürich erscheinen und morndeß Montags den fünf Orte» ihre Antwort geben. K-. Unterwalden, Zug,^larus, Freiburg und Solothurn haben das Verkommniß von Baden, betreffend die Pensionen und Kriegs-falls«, noch nicht beschworen. Es wird diesen Orteil daher durch ihre Boten empfohlen, solches ohne weitemVerzug zu thun, denn sollst werde man sie nicht mehr zu Tagen einladen und ihre Boteil nicht mehr bei unsfitzen lassen, wie das im Abschied zu Lucern verabredet wordeil ist. Dabei sollen neuerdings allenthalben Kriegs-aufbrüche auf jede Seite verboten werdeil. I». Die Antworten der Orte auf die von der päpstlichen Bot-schaft allgebrachten Artikel lauteten ungleich; daher hat man ihr das gesagt mit dem Beifügeil, wir seienletzt mit unfern eigeneil Angelegenheiten so sehr beschäftigt, daß wir uns um so weniger zu einer endlichenAntwort entschließen könneil; dazu seien die Artikel etwas „unheiter" gestellt. Die päpstliche Botschaft möchtealso nicht zu Argem aufnehmen, daß sie dießmal keine einläßliche Antwort erhalte, und uns die Artikelklarer gefaßt eingeben, dann wollen wir dieselben wieder an unsere Obern bringen und auf einem besondershiefür gesetzten Tag zu Zürich auf St. Bartholomäustag (24. August) endliche Antwort geben. I. DenVätheil und Boten kaiserlicher Majestät wird auf ihre eingegebenen Artikel folgendermaßen geantwortet:l- Die Erbeinung wollen wir getreulich halten, wie es auch bisher gescheheil sei. 2. Der kaiserlichen Bot-schaft sammt derjenigen des Königs von England ist dann weiter geantwortet: Wir Eidgenossen habeil gegen-wärtig mit unfern innern Allgelegenheiten so viel zu thun, daß es lins nicht gelegen sei, von KriegszügenUnd Vereinungen zu reden. Haben wir uns einmal über unsere Sachen vereinbart, was hoffentlich baldllescheheil werde, und sei dann dem Kaiser oder dem König von England weiter au den Dingen gelegen, soflösse man, die Obrigkeiten werden einen Bescheid geben, wie ihn der Eidgenossen Nutzeil und Ehre erfordern.