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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Mai 1516.

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Milderung der Bedingungen zu verlangen, aber umsonst, daher werde es die Orte, die es zu mahnen habe, zumRücktritt von der Vereinung mahnen und, wenn dieses nicht fruchte, mit ihnen zu einer Erläuterung der Bündekommen. Wie Uri will es jedoch anhören und berichten, was angebracht wird. Basel: Es habe im Anfangschon gesagt, daß ihm die Vereinung nicht gefalle, jedoch wenn alle vor und nach ihm stehenden Orte dieselbeeinhellig eingehen, so werde es auch eine Antwort geben, wovon es Lob und Ehre hoffe. Bleibt bei der gegebenenAntwort, will anhören und berichten. Schaffhausen wie Basel, möchte, daß die fünf Orte nebst Nidwaldenund die Zugewandten aus der Jahrrechnung zu Baden sich gegenüber den acht Orten definitiv erklärten. Abtvon St. Gallen bittet, man möchte trachten, einig zu werden und nicht gegen einander zu stehen. StadtSt. Gallen ebenso. Die Bünde in Churwalen wollen anhören und referiren; sie bitten, man wolle dafürsorgen, daß sie Veltlin und Eleven, das dem Stift zu Chur gehöre, behalten mögen. Nidwalden: Da die achtOrte sich erbieten, allen Fleiß anzuwenden, damit den Beschwerden und Wünschen der Orte, die mit Frankreichnoch nicht in Frieden sind, abgeholfen werde, so soll man diese Beschwerden unumwunden zu erkennen geben.Werde dann ein guter Mittelweg gefunden, so möge es ihm gefallen, wenn nicht, so werde es wie bisher zu denfünf Orten stehen. Nidwalden wolle übrigens gern helfen, daß die Eidgenossen wieder einig werden, da doch amTage liege, daß die Zwietracht nur durch den Eigennutz entstanden sei.

Staatsarchiv Zürich: Abschicdeband VII. S.

«6«.

Baden. 1316, 3. Juni (off Erasmi). (Jcihrrcchnuiig.)

Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, I'. 151. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VII. 12. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenösische Abschiede, 1t' 84. Archive Schwyz, Freiburg, Solvtlmrn, Schassüansell.

t». Stadlin von Zug, der zn Lauis Vogt gewesen, bringt an, die Liedlöhne des Priesters und desTrommelschlägers und eines Boten zu Lauis seien noch ausständig, ebenso sei man einem Dollmetscher bei^6 Ducaten schuldig. Man soll daher heimbringen, daß ein Tag angesetzt werde, um die Rechnungen vonLauis und Luggarus u. s. w. aufzunehmen und sich über die Bezahlung daheriger Schulden zn berathen.?». Schultheiß und Rath zu Baden machen abermals ihre althergebrachten, schon vom Hause Oesterreichhergekommenen Ansprüche auf den Zoll auf der untern Brücke daselbst geltend. Man hat hierauf ihre Frei-heiten und den Bestätigungsbrief, den sie von den Eidgenossen darüber haben, verlesen lassen und die Sachebls zum nächsten Tag heimzubringen beschlossen. «. Der Bote von Lucca ist ans diesem Tag abermals erschie-nen, anbringend, wie ihm allerlei begegne, und begehrend, man möchte ihn mit Schirm und Geleit versehen.Diesem Begehren wird von neun Orten entsprochen und Freiburg und Solothnrn werden ernstlich eingeladen,selbes auch zu halten. «R. Auf diesem Tage sind Briefe von Herrn Ulrich von Habsperg, Ritter, und denHauptleuten, die mit ihm in der Meinung in kaiserlichen Dienst zu treten weggezogen sind, angelangt, desInhalts, es haben etliche Knechte zn Chur das Geld angenommen und seien dann wieder heimgezogen; manLöchte auf dieselben Acht haben und sie nach ihrem Verdienen strafen. «. Die Schisflente von Lucern lassenanbringen, man möchte ihnen etwas an die beträchtlichen Kosten schenken, die sie dieses Jahr mit der Unter-haltung des Fahrwassers der Neuß behufs sichern Transports von Leuten und Gütern gehabt haben, in An-sehung, daß sie den Eidgenossen zu Mellingen viel Zoll geben müssen. Das will man heimbringen, t. Stockervon Zug, Landvogt in, Thnrgau, meldet, die Domherren von Constanz und der Comthur zu Tobel verweigern,die Reisekosten zu bezahlen, die er auf ihre Güter gelegt, und berufen sich dabei auf ihre Freiheiten. Da^r Landvogt sie deßhalb auf diesen Tag geladen, so ist ihr Schaffner erschienen und hat eingewendet, ein

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