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März 1516.
Unterwalden. Vogt Heinzli. Zug. Hans Zehender. Glarus. Bernhard Schutter. Basel, vr. Grieb;Schultheiß Holzach. Freiburg. Jacob Helbliug. Solothurn. Vogt Benedict Hugi. Schaffhausen.Hans Peyer. Appenzell. Ammann Sutter. Abt von St. Gallen. Canzler Berz. Stadt St. Gallen.Christian Stnder, Seckelmeister. Bünden. Burgermeister Schlegel von Chur.
Lienhard Rothengatter und seine Mitgesellen von Constanz, die mit uns nach Burgund gezogensind, verlangen laut erhaltener Zusage, weil nun Geld von Frankreich gefallen, ihr Betreffniß davon. Aufnächstem Tag will man antworten, ii«. Die Edeln im Thurgau, die unsere Landsaßen sind, haben an-bringen lassen, unser Landvogt habe eine ganze Landsgemeinde abgehalten, die den Franzosen den Friedenzu halteil zugesagt und darauf das Geld empfangen habe, ihnen sei aber nicht dazu verkündet morden. Siebitten nun, man möchte, weil einige Orte dem Frieden noch nicht beigetreten sind, ihnen sagen, wie sie sichzu verhalten haben, damit es uns gefällig sei. Ferner habe der Landvogt „einen bruch angeleit vnd denvon etlichen inzogen." Da nun aber anderswoher Geld geflossen, so möchte man sie halten, wie anderswoandere Leute auch gehalten werden. Uebrigens werden sie darin thun, was wir sie thun heißen. Man willihnen auf dem nächsten Tag antworten. «?. Die Anwälte derer von Lucca, denen im mailändischen Feldzugdurch unsere Eidgenossen von Freiburg und Solothurn Seidenwaaren weggenommen wordeil sind, erscheinenabermals sowohl mit ihren zu Mailand von den Eidgenossen erlangten Nrtheilen, als mich seitherigeil Ab-schieden und bitten um Entschädigung. Darauf wird mit den Boten von Freiburg und Solothurn geredet,daß sie die Sache ernstlich an ihre Herren bringen, damit den Beschwerdeführern einmal Abtrag geschehe.Man will den Gegenstand aber nichts destominder auch an die übrigen Orte bringen, um zu berathen, waszu thuu sei, damit man dieser Beschwerde einmal los werde. «?. Uri und Schwyz haben von Zürich undSchaffhauscn Antwort begehrt, ob sie ihnen die Schlösser jenseits Gebirgs behaupten helfen wolleil. Nach-dem Basel und der Abt und die Stadt von St. Gallen schon vorher geantwortet, erklären nun auch Zürichund Schaffhausen, wenn Uri und Schwyz ihnen an den von kaiserlicher Majestät gegebenen 6000 GuldenTheil geben wollen, sowie auch an den künftig monatlich zu erwartenden 5000 Gulden, so werden sie ihrenZusatz iil erforderlichem Maß verstärkeil. Die Boteil voll Uri und Schwyz hatten aber keine Vollmacht, dieseszuzusagen und nahmen es deßhalb heimzubringen, v. Zürich meint, es soll den Vogt nach Neuenburggeben, Uri bestreitet dieses mit Behauptung, seine Reihe komme gleich nach Lucern. Auf dein nächsten Tagsoll man sich über diesen Anstand aussprecheil. S'. Diese Tagleistung ist von unfern lieben Eidgenossen vonZürich angesetzt der in der Eidgenossenschaft herrschenden Zwietracht wegen, indem Etliche zum Kaiser laufen,der unser Bundesgenosse ist, Andere zum Franzosen, der noch mit einigen Orten in offener Feindschaft steht.Zürich hat den Alltrag gestellt, man möchte berathen, wie die Einigkeit herzustellen wäre. Nach Eröffnungder Instructionen findet sich, daß etliche Orte ihren Boteil nur zum Anhören Vollmacht gegeben, anderemeineil, daß die Orte, welche mit Frankreich Friedeil und Vereiuung haben, ihre Leute aus dem französischenDienst abrufen, die Orte, die mit Frankreich noch nicht Friedeil haben, die Ihrigen auch aus dem Feldzurückziehen sollen. Noch eine andere Meinung geht dahin, es sei nicht schicklich, die, welche bei kaiserlicherMajestät sind, abzurufen, wohl aber sollen die, welche bei den Franzosen sind, heimberufen werden, da sieohne Erlaubniß der acht Orte weggezogen sind, trotz dem Wortlaut der Vereinung und weil sie gegen dieUnseru und das Herzogthum Mailand gebraucht werdeil. Eine fernere Meinung ist, die Eidgenossen solltentrachten, einig zu werden und sich aller fremden Verbindungen zu entschlagen. Mail soll also auf den nächstenTag sich endlich entschließen. Auch sollen die fünf Orte, die nicht in der französischen Vereinuug sind, ans