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März 1516.
sondern nur ein Tag der acht Orte ist, hat man die Boten von Lucca für diesmal gütlich abgefertigt mitdem Bedeuten, es werde jeder Bote die Sache heimbringen und aus nnchstlunftigen gemeinen Tagen darüberverhandelt werden, damit ihnen auf irgend einem Weg geholfen werde, e. Die Boten von Lucca habenferner begehrt, da von ihrem Gut noch vier Ballen in Jvrea liegen, möchte man dem Herzog von Savoyenschreiben, daß er ihnen dieselben zu Händen kommen lasse. Zwar haben Einige dieses Gut gekauft unddorthin bringen lassen, aber weil der „Nam" unbillig, so solle auch der Kauf ungültig sein. Nichtsdesto-minder erbieten sie sich, den Pfandschilling zu legen, damit sich Niemand zn beklagen habe. Man hat hieraufdem Herzog geschrieben, er möchte den Parteien um dieses Gut unverzüglich Tag ansetzen und ihnen endlichesausträgliches Recht ergehen lassen. «I. Dieser Tag ist vorzüglich augesetzt des Anbringens der französischenVoten wegen, der König beklage sich über den kürzlich erfolgten Aufbruch zu kaiserlicher Majestät und begehre,daß ihm 3000 Knechte auf kürzestem Weg nach Jvrea und Mailand geschickt werden, nicht um sie gegendie Unfern zu brauchen, denn er wolle uns keine Unruhe machen, sondern nur damit aller Welt offenbarwerde, daß die acht Orte mit ihm einig seien und daß er seines Theils bei der mit ihnen gemachten undbesiegelten Vereinung bleiben möge. Dagegen hat mau auch das Schreiben unserer Eidgenossen der fünfOrte angehört, welche dieser Tage zu Schwyz versammelt waren und mit Berufung auf die Bünde begehren,daß wir die Unfern zurückhalten und sie nicht gegen die Ihrigen und das kaiserliche Heer ausziehen lassen-Da nun die Boten sich gegenseitig ihre Instructionen eröffnet haben und dieselben nicht einhellig lauten, obman dem König von Frankreich die Knechte zuziehen lassen wolle oder nicht, so hat man erkennt, daß jederBote seinen Herren die schriftlich abgegebenen Voten mittheilen soll, damit man sich weiter berathe, was inSachen zu thun sei. Und da die Rede geht, die Knechte auf die französische Seite wollen auch aufbrechen,so soll Jedermann, wenn noch möglich, diesen Aufbruch verbieten. Wenn er aber nicht verhindert werdenkann, so soll Lucern den sieben andern Orten eilig wieder Tag ansetzen, damit ferner gehandelt werde, wasunser aller Nutzen und Ehre erfordert. Die Antworten der Orte: Bern hat seine Antwort in einen: Missivoschriftlich dargelegt: Wiewohl es Willens gewesen, die Knechte allenthalben zurückzuhalten, wolle es doch mitden andern sieben Orten oder dem Mehrtheil dem König Brief und Siegel halten, doch so, daß die Knechtenicht gegen die Unfern, die jetzt weggezogen sind, gebraucht werden. Obwalden wird thun was die übrigensieben Orte. Zug: In Ansehung unserer Bünde mit den Orten, die nicht in der französischen Vereinungsind und die wir auch in dem Bündniß mit dem König vorbehalten haben und mit Hinsicht auf den zumKaiser geschehenen Aufbruch, könne man sich wohl verantworten, man habe eigene Kriege und wolle daherdie Knechte zur Zeit zu beiden Seiten zurückhalten. Glarus antwortet wie Zug, will die Seinen auch nichtziehen lassen. Freiburg will anhören, was auf diesem Tag ausgemacht wird und selbes an seine Herrengelangen lassen. Solothurn möchte auch, daß der Aufbruch zun: Kaiser nicht geschähe und man die Knechtenach beiden Seiten hin hätte zu Hause behalten mögen. Weil aber das nicht geschehen ist, so will Solothurnthun, was die Mehrheit der acht Orte beschließt. Appenzell wäre der Meinung, es wäre besser gewesen, dieUnsrigen auf keine Seite ziehen zu lassen, besorgt aber, es könne die Seinen auch nicht zurückhalten, wennandere Orte die Ihrigen ziehen lassen. Lucern: Es habe bei Ehre und Eid, Leib und Gut verboten, zu jederder beiden Parteien zu laufen und werde sein Verbot nach Kräfte:: aufrecht halten und Ungehorsame strafen-v. Auf das Schreiben, welches die fünf Orte an die acht Orte gethan, wird unfern Eidgenossen von SchwOgeantwortet: Die Unruhe und die Aufbrüche die dazu führen seien uns, den acht Orten, leid und widrig,wir haben solche auch anfänglich strenge verboten. Sehr mißfällig sei uns aber, daß der Anfang unter ihnen,