März 1516.
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haben die drei Länder erklärt, die 6000 Gl. seien ihnen allein gegeben an ihre Kosten, da sie zuletzt denKrieg gegen die Franzosen fortgesetzt haben nnd mit ihren Venlinen nach Bellenz gezogen seien; dagegen sollendie 5000 Gl., welche der Kaiser fortan geben wird, denjenigen Orten, welche die Schlösser behalten helfen,geineinsam zukommen, v. In Folge erhaltener Warnung beantragen die Länder Verstärkung der Besatzungender genannten Schlösser. «I. Jeder Bote weiß, wie den Boten der acht Orte nach Lucern freundlichgeschrieben ist, sie möchten den Franzosen keine Knechte wider die Unfern zulaufen lassen, v. Es wirdangezogen, „wie dann villicht etwas ungeschickter hendlen in schlössen fürgenommen und geprucht werden."Da man aber nichts Zuverlässiges weiß, so soll sich Uri erkundigen und auf nächstem Tag berichten, l. Densechs Orten wird wiederum nach Schwyz Tag gesetzt auf Montag nach dem Sonntag Judica (10. März).K» Die drei Orte haben beschlossen, von jedem Ort 20 Knechte in die Schlösser zu schicken. Diese sollennächsten Donnerstag sich zu Uri sammeln. Da Unterwalden hiezu keine Vollmacht hatte, so soll es imNichteinstimmensfall solches eilig an Schwyz berichten. I». Auf den nächsten Tag sollen auch unsere Bundes-genossen von Churwalen, sowie Abt und Stadt St. Gallen eingeladen werden.
I» fehlt im Zürcher Exemplar.
Zu «1 Die Boten von Zürich, Uri, Schwyz, Nidwalden, Basel und Schaffhausen zu Schwyz versammeltschreiben an die zu Lucern versammelten Boten von Bern, Lucern, Obwalden, Zug, Glarus, Freiburg, Solo-thurn und Appenzell, sie haben vernommen, daß die letztern sich zusammen verfügt und vielleicht auf ErsuchenFrankreichs ihre Knechte zum König laufen lassen wollen, auch möge zu Lucern bereits etwas Geld fürdie Knechte, die in des Königs von Frankreich Dienst treten, liegen. Man hoffe es sei nicht so; wenn es aberwäre, so möchten die Orte, die da versammelt sind, bedenken, daß diese Knechte wider den Kaiser und die Unser»,die bei ihm sind, geführt würden, wie viele Freundschaft das unter uns machen und welche Ehre es für uns allesein würde, auch wie es mit unfern Bünden vereinbar wäre. Wenn der Kaiser über den König von Frankreichsiegte, so wäre zudem zu besorgen, daß er an solchen Knechten Nache nehmen würde. Man bitte also, wenn dieNachrichten über den Zweck des Tages zu Lucern gegründet seien, solchen Absichten keine Folge zu geben.
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Lucern. 1316, 4. März lZinstag nach Mittefasteil).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, I«'. 130. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, I'. 430. 440. 13«
Archiv Solothurn.
Auf diesem Tag ist über die ungehorsamen Knechte in den „Vorlendern" Thurgau, RheinthalUnd Argau, die weggelaufen sind und deren Landschaften nun doch die Sölde von französischen Geld beau-ipruchen, verhandelt worden. Jeder Bote soll das heimbringen und die Landvögte sollen solchen Ungehor-samen vor der Hand ihre Sölde nicht ausrichten. I». Auch sind wieder die Boten von Lucca erschienen, diekuf dein Tag zu Bern waren, und haben der weggenommenen Seide wegen Antwort begehrt, die Urtheile vorge-wiesen, welche die armen Leute, welche dieser Verlust von Haus und Hof treiben würde, im Land erlangthaben, und gebeten, solche zu achten, damit sie nicht Gott den Allmächtigen und seinen Vicarius, den heiligen^ater, anrufen müssen, woraus für die Thäter schwere Strafen und Censuren erfolgen möchten, was dochihnen als guten Freunden der Eidgenossen leid wäre. Da nun dieses Anbringen sich zur Behandlung ineiner gemeinen Versammlung der Eidgenossen eignet, der gegenwärtige Tag aber nicht ein gemeiner Tag