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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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943
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November 1515. 94Z

ander in frid zegaud oder in krieg zu beharren, doch das die hilf, so durch die Herren die Eidgnossen beschech, söltesin in des küngs kosten, als dann gecappittelliert wurd.

Vnd wo es fach were, das um merer kraft oder kommlichkeit willen die Capitel in vorigem Jahr zwischentInen gemacht die Herren Eidgnossen bedächte zu ermeren, zu bessern oder andre ding darzetund. das land dieHerren die küngl. Botten nach vnd werden dz künglicher Mt. wider schiken, damit die so sy deßhalb gwalt habenmögent bestet werden vnd zu vffrichtung komm. Doch so vermeint die künglich Mt. nit zu wichen, noch gewichenzesind von den ersten Capiteln der gemachten früntschaft, besunder nu dz die söllent erlütert vnd ernüwert wer-den nach gelegenheit beider parthym.

Item damit k. Mt. alle ding deß fryer vnd wyter müg volstreken vnd ordnen vnd die botten sin künglichMt. mügen berichten vnd das gelt bringen dahin es not ist, so begerent dieselben vmb alle vnd jede angezöigteding von den Herren den Eidgnossen schnellen entschluß vnd antwurt vnd habent darumb, das so sy muntlich vorden Herren den Eidgnossen werdent fürtragen, zuvor in geschrift geschickt vnd an die Herren von Zürich ein tag-satzung begert vnd dz sy dis in die brief der tagsatzung jedem Ort inschließint vnd darumb die botten mit ant-wurt vnd befelch mugint komm vnd nit zyt noch komlichkeit ylends zu handlen verschine.

Vnd ob etweliche ding witter zu reden vnd zu handlen nodt sin, dz werden die Kotten vff dem tag Inen' angesetzt erfüllen."

1515, 5. November. Rom. Leo X. schreibt an die XIII Orte: Octavianus, der erwählte Bischof von Lodi,habe ihn inständig gebeten, dm Eidgenossen die geistlichen Strafen, in die sie durch seine Gefangenhaltung ge-fallen, zu erlassen. Darauf habe er dem Bischof von Verulan befohlen, ihnen eine heilsame Buße aufzuerlegenund sie auf ihr Verlangen von dieser Frevelthat zu absolviren, in Hoffnung, sie werden sich künftig vor Aehn-lichem hüten und auch einsehen, daß sie unrecht gethan, zumal ihm nun alle Güter zu Mailand, derer wegen erbeargwöhnt war, entfremdet worden seien. Sie möchten daher so viel möglich seinen guten Namen herstellen undihm zu seinem Gut verhelfen. Ueberschung im Staatsarchiv Zürich.

1515, 11. November (St. Martinstag). Innsbruck. Richard Pace, Bote des Königs von England, undMichael Abt, Secretär des Herzogs von Mailand, der nach England gesendet gewesen, schreiben an Burger-meister und Rath von Zürich, sie haben von Seite des Königs von England dm XIII Orten wichtige und eiligeMittheilungm zu machen, deren Substanz sie einschließlich zur Vorberathung beifügen; Zürich möchte so eiligals möglich die Boten der XIII Orte allda versammeln, um die Eröffnung entgegenzunehmen und zu beantworten.

> Archiv Solothurn: Abschiedeband VIl.

«SS.

B r u n n e n. ISIS, 6. December (vff xieoim).

Archiv Schwyz.

»». Arnold Winkelried, der von der ganzen Gemeinde zu Bellenz an die vier Orte gesendet ist, hatangezeigt, sie seien gemeinlich zu Rath geworden, die Büchsen von Lauis fortzuführen. Der Commissarhabe etwa 600 Bauern und 45 Paar Ochsen aufgebracht, sei damit nach Lauis gefahren und habe diebesten Stücke, die da waren, wider den Willen der Knechte mit großer Arbeit von bannen gebracht, aberweder Pulver, Steine noch andere Zubehörden, die man nicht habe fortlassen wollen. Alan möchte nun beigemeinen Eidgenossen zu Lucern bewirken, daß das Geschütz und alle Zubehörde unverzüglich von Lauis wegZu gemeinen Händen an einen sichern Ort gebracht werde. ?». Auch bringt er an, die Knechte der drei^rte seien ganz ohne Geld, können und wollen aber ohne Geld nicht bleiben, e. Dieser Tag ist angesetzt