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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1515.

wilgen wellen. Zum tritten, das sich gemein Eidgnossen mit dem Franzosen des Herzogthumbs Meylandthalben kein weg nit inlassen, noch Im die schlösser vnd Herrschasten, so sy noch davon Inn haben, nit zustellen,dann solichs der kays. Mt. vnd den stenden des Richs vnlidlichen sin wurde, denn gemeinen Eidgenossen großgeferlichkeit vnd beschwerniß darus erwachsen vnd kommen, wie Harnach volgt, das si sich dann förderlichen wolzu bedenken haben:

Zum ersten, dz der sranzos solchen friden mit gem. Eidgnossen keiner lieb oder früntschaft, sunder allein forcht, darin Jr key. Mt. vnd Jrenhalben, das die wider in Meylandt zischen wurden, gestanden vnd nachge-macht vnd angenomcn hat. Zum andern so hat der Franzos gemeinen Eidgnossen diser zit in solcher berich-tung aber kein bar Gelt in den gemeinen Seckel geben, sunder si mit guten worten abgeferget. Zum trittenso hat der Franzos die erst bezalung bis vff den ersten tag Januar angedingt vnd vffgeschoben, damit ob ermitler zit die kay. Mt. oder einen andern küng zu sinem gefallen vnd willen bringen möcht, als er dann allzitin Übung vnd prattik ist, vnd nachmal gemein Eidgnossen sovil als vor Dision gebe, aus dem allem gemein Eid-gnossen verstan mögen, das kein grundt dahinder ist. Zum vierten so hat der Franzos in sollichem friden be-stimpt, wenn er gemeinen Eidgnossen die erst bezallung thu, dz si Im dagegen alle schlösser vnd Herrschaften, so sinoch von dem Herzogthum Meylandt innhaben, vsgenomen Belliz, vberantwurten vnd zu Händen stellen sollen,das doch gemeinen Eidgnossen ganz geferlich vnd keinswegs zu thun ist, dann wo er die selben zu Händen bringt,so wer zu besorgen, daß er gemeinen Eidgenossen witter kein Bezallung thette, sunder Inen ouch nur schadenzufügen wurde vnd als dann vnd die übrig bezalung nit mer pfantbar ist, das also, hette er das, das er langzitbegert het. Zum fünften so wells gemeinen Eidgnossen als des hl. Richs glidern vnd verwandten, die alloJar des Richs Er, frommen vnd nutz zu fürdern schweren, nit gepüren noch zimen, das Herzogthum Meylandt,das dann der kays. Mt. vnd dem Rich zugehört, dem Franzosen oder einem andern zu verkauften vnd zuzustellen,dann solichs kays. Mt. vnd den Stenden des Richs wie obbemeldt vnlidenlichen sin vnd werde gemeinen Eid-gnossen, wo si sich solichs zu thun vnderstunden, also daruß vil geferlichkeit kommen. Zum sechsten so begebensich gemeine Eidgenossen des Franzosen halben, der Inen dann vorgesessen vnd Inen mer dann einmal nüt ge-halten, sunder allzit vmbgefürt het vnd ouch Inen nüt zu schaden vermag Im groß gefelligkeit vnd wurffent sichdarzu gegen kay. Mt. als Iren nachpuren, von dem sie dann vil Nutzbarkeit haben möchten, ganz ab, dz Inen nitzu thun, ouch geferlich were. Zum sibenden so were gemeinen Eidgnossen ouch nit zu vergessen der erschlagnenIren, welcher Plut noch vnverblichen vnd vnerkaltet vff der wallstatt noch stat vnd heiterlich für vnd für rächruft. Zum achten desglichen der tyrannischen Handlung, die der Franzos mit üwern kranken vnd verwandten,so zu Meyland in dem Spital gelegen, ouch mit den Gefangnen gethan hat, daruß man die lieb, so der Franzoszu gemeinen Eidgnossen hat, wol vermerken mag, denn hett er den üwern mer etwas thun mügen, so hett er das ouchnit underlassen. Zum nündten als der Franzos gemeinen Eidgnossen anzeigt, er Hab noch vil Gefangner, dasist nit, dann er mit denselben ouch übel gehandelt vnd vmbgangen ist, vnd solichs allein diser vrsach gethan, da-mit er gemein Eidgnossen dester ee zu einem friden bewegt vnd sich alsdann diser zit dester bas inlassen mag.Zum Zechenden, das der Franzos jenhalb vnd dishalb des gebirgs gemeiner Eidgnossen knecht gepruchen vnd fürenmög, dardurch wol abzuncmen, das er Willens ist, nit allein die key. Mt. vnd den küng von Hispania, sunderouch ander mit üwern knechten zu bekriegen, sollicher Artikel der k. Mt. vnd andern vff die küngrich Neapolisvnd Navarra vnd andere ganz trulich were, ouch Jrer k. Mt. vnlidenlich vnd darzu gemeinen Eidgnossen selbs ge-ferlich, dann weder das mers noch anderes vsgenomen worden als in der gemeinen puntnis begriffen ist. Zumelften so hat der Franzos in solichem friden vorbehalten die Venediger, die der Eidgnossen größte vind sind ge-wesen vnd haben die Franzosen in Meylandt vfbracht, ouch Inen, wie der gemein man sagt, den großen schadenin der schlacht gethon, das doch billich Inen ouch beschwerlich sin solt. Zum Zwölften so hat in solchem fridender franzos vorbehalten das heilig Nich vnd die Venediger, das doch ouch alles aneinander widerwertig ist, wie