November 1515.
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Zu «. Antworte!? der Boten vff Zinstag nach Kathrins anno xv°-
Bern will bei dem Frieden und der Vereinung, die zu Genf zwischen uns Eidgenossen und dem Königvon Frankreich abgeredet, besiegelt und zum Theil beschworen worden sind, bleiben, den vollstrecken, aufrichtenund besiegeln, wie sich's gebührt, in Hoffnung, die andern Eidgenossen werden es auch thun und bedenken, wieviel Schaden, Unruhe und Blutvergießen dadurch vermieden werde. Lucern antwortet wie Bern. Uri willaus mancherlei Ursachen dießmal noch anhören, wie andere Orte sich in der Sache halten wollen, denn es ver-stehe, nicht Jedermann sei einverstanden, und begehre, daß jedes Ortes Antwort schriftlich in den Abschied ge-stellt werde, damit sie den Obrigkeiten zur Kenntniß gebracht werden können. Schwyz: Sein Bote habeBefehl gehabt, über einen Frieden zu verhandeln, nicht aber über eine Vereinung, darum wolle es wohl helfenden Frieden fördern, aber vor der Hand weder mit Frankreich noch mit Jemand andern? in Vereinung kommen.Obwalden: Wenn gemeine Eidgenossen einhellig oder der Mehrtheil den Frieden und die Vereinung annehmenund besiegeln, so wolle es solches auch thun und mit dem Mehrtheil vorfahren, selbst wenn einige Orte nicht bei-treten würden. Zwar versehe es sich, „der Franzos werde den artikel die knecht berürend nit lang halten." Nid-walden will den Frieden auf- und annehmen, aber nicht eher besiegeln, als bis die ihm vorgehenden Orte be-siegelt haben, will daher jedes Ortes Antwort anhören und heimbringen. Zug will den Frieden und die Ver-einung mit Frankreich airnehmen und besiegeln. Glarus: Was die ihm vorgehenden Orte thun, das zu thunhabe auch sein Bote Vollmacht. Basel will hören, ob sich Einhelligkeit für die Annahme ergibt; ist dieses derFall, so wollen die Boten sofort um weitere Antwort heimschreiben, wenn nicht, so müssen sie referiren. Frei-burg will bei der besiegelten Abrede bleiben und die aufrichten und siegeln. Solothurn wie Freiburg.Schaffhausen: Wenn man einhellig wäre, hätte der Bote eine Antwort, weil das aber nicht der Fall sei,wolle er referiren. Seine Herren wünschten bessere Erläuterung des Artikels, daß man dem Franzosen sollKnechte zugehen lassen, und des Artikels wegen Vorbehaltung der Städte. Appenzell will thun, was die Mehr-heit thut. Abt von St. Gallen. Den Frieden wolle er schon annehmen, die Vereinung falle ihm schwer, erwolle dießmal noch „losen". Stadt St. Gallen. Der Friede sei ihr lieb, aber die Vereinung beschwere sie.Wenn darüber Krieg entstünde, so würde es ihr zu großem Schaden sein, darum wolle sie noch „losen," Bün-den hat Befehl, anzuhören und zu referiren, hat seine Gemeinden noch nicht versammeln können. Wallis.Was-dcr Mehrtheil der Orte annehme, das lasse es geschehen, doch behalte es seinen Landessürsten, den Cardinalvon Sitte??, vor und wolle mit der Pension bedacht sein, wie ein Ort der Eidgenossenschaft. Zürich. „Si habintdie Iren allenthalb beschriben vnd die sollichcn friden vnd die Vereinung lassen höre??, wz darinn Jres gesallenssin wölle; die habint daz genomen hinder sich zu bringe?? allenthalb an die Gemeinden vnd darunch zu antwurtander Tag begert, deßhalb sch sich Jr antwurt nit mögent entschlössen vor vnd E si hörend, weß willens vnd ge-mütz die Iren sin wölkend. Vnd so dz alles in acht tagen bescheche, wurdint si ouch antwurten als si getruwintdes lob vnd Ere zu haben."
Zu «. „Vermerkt die Handlung vnd Artikel, so ich Wilhelm von Reichenbach geineinen Eidgnossen am xxviijtag Nouembris von keys. Mt. wegen hie fürgehalten Hab.
Anfenclich so Hab ich Inen angezeygt, das die k. Mt. den jüngsten Abschidt, denssi mir vnd andern Jr Mt.Netten, so nebent mir mit Inen gehandlet, vff vnser Werbung vnd anpringen vf dem nechstgehaltncn tag hie ge-geben vnd demselben etlich artikel anhangen, die wil sich die fachen mitler zit mit dem küng von Engellandt soglücklichen zugetragen, für keinen Abscheid haben vnd annemcn wil.— Vnd von Jrer k. Mt. wegen mit höchsteinflis dry ding an geineine Eidgnossen begert: Zum ersten, das sy siner k. Mt. vnd des küngs von Engellandtgnedigs Erpietten anncmen vnd dasselb keins wegs abschlage?? wellen, denn Inen vil vnd großer nutz vnd er-sprießlichkeit darnß, wo si solchs erpietten annemen, kommen vnd erwachsen. — Zum andern, das sy den fridenmit dein Franzosen, der denn gemeinen Eidgnossen ganz geferlichcn vnd nachteilig ist, nit anncmen noch darin be-
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