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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1515.

Artikel des fridens vnd der pundtniß zwüschen dem allerkristenlichesten küng von Frankrich vnd dengroßmächtigen Herren den Eidtgnossen des alten großen Pnndts obertütscher land vollzogen."Des ersten das zwüschen dem genannten allerkristenlichosten küng an Einem teil vnd dem setz genanntengroßmächtigen Herrenden Eidtgnossen dem andern teil, von einer vnd der andern parthy vechten vnd kriegsvffrur,all vindtschafften abgestellt söllen sin vnd daby ouch all vnd jeklich Handlungen, klegten vnd ansprachen, so de-Heins wägs vh solichen kriegsübungen bißhar zwüschen den parthyen geübt vnd gebrucht, es sye von todschlägen,roub, brand vnd anderer vbertrütungen wägen erwachsen, Harkomen vnd beschächen sin mochten, durch diß nach-uolgend mittel befridet, verricht, abgethan vnd erlöschen heißen, sin vnd bliben söllen also vnd dergestalt, das vonwägen der dingen aller deHeine der genannten parthyen die andern für sich, ouch die Sinen zu deheinen künftigenzitten, ouch in deheinen weg darumb vnruwigen, betrüben noch ersuchen sol vnd mag. Souil aber ander Sachenvnd klegten, so den genannten kriegen vnd Jrem anhang nit erwachsen, wem oder welichen die zustan mögen,berürt, söllen vßgesatzt vnd vorbehalten sin.

Item so söllen all vnd jeklich der genannten parthyen Reisigen, Söldner, vnderthan, anhänger vnd zugehö-rigen durch si oder die Iren vff ertrich oder dem mer gefangen, hinderhalten oder verkauft zc., genzlich geledigetwerden vnd daher der vermeldt küng verschaffen, all vnd jeklich Eidgnossen, ouch derselben anhänger, pundtgnossenvnd zugehörigen by der k. Mt. oder derselben Amtlüten, Reisigen, Houptlüten, Zugefügten vnd Pundtgnossenwie vor stat hinderhalten, gefangen oder verkauft, on straf vnd on einiche schatzung oder vfflegung geledigt zuwerden vnd si darzu mit sicherheit vnd geleitsbriefen versächen, also das si do dennen sicher vnd on beleidung,libs vnd guts zu Iren hüsern widerkeren mögen, doch mit sollicher vorbehaltung, das die Herren die Eidgnossenverpflicht syen, gegen dem obgemeldtem allercristenlichosten küng von wägen siner künglichen Maiestat vnderthanvnd dienern vnd dero anhängern, ouch die von Cuney, vnserm gnädigen Herrn von Sauoy zugehörig, vnd die zuBern enthalten, dieselben in glicher gstalt on straff vnd schatzung zu fryen vnd zu ledigen.

Demnach sol der genannt allercristenlichost küng den vorbemelten Herren den Eidgnossen vbergeben vndantwurten die pundtnußbrieff vnd andern tractat zwischen Herrn Maximilian Sfortia vnd denselben Herrn denEidgnossen, ouch den Tractat zu Galera vffgericht. Hinwiderumb sollen die genannten Herren die Eidgnossenk. Mt. zu glicher wiß vbergeben vnd antwurten die brieff des tractats vnd fridens in der Belagerung vor Disionvnd ouch zu Galeran gemacht, darzu die Brieff der pündtniß des berürten Herrn Maximilians Sphortia, so byInen vorhanden sind, doch also das durch solliche vbergabung disen Capiteln deHein abbruch bescheche.

Item das in disem Handel des fridens beschlossen vnd begriffen sin, verstanden söllen werden die Capitelzwüschen wyland dem allercristenlichosten küng Ludwig zu Frankrich vnd den vilgemelten Herren den Eidgenossenvon wägen des herzogthumbs Meyland angenomen vnd beschlossen, besunders der fryheit vnd fürsächung zolls,gabellen vnd anderer beschwärden vnd vfflegungen halb, ouch von des Rechten wägen vmb spännig fachen vndansprachen nach derselben Capiteln Inhalt wysend. Darzu so söllen ouch die, so nach Datum derselben Capitelnmit den großmächtigen Herren den Eidgnossen pundtnuß vnd Burgrecht angenomen haben, derselben fryheit vndExemption, ouch Rechtfertigung genüssen vnd sich dero befröwen, doch vorbehalten vnd vßgesetzt den HerrnCardinal vnd jetzigen Bischof von Sitten, ouch die, so vsserthalb den marchen der Eidtgnoschaft vnd einer andernNation vnd Sprach, dann tütscher, mit den genannten großmächtigen Herren den Eidgnossen verpflicht wären.

Item so söllen die priuilegien vnd fryheiten, den koufflüten vnd vnderthan der Herren der Eidgnossen durchdie allercristenlichsten küng von Frankrich hievor, ob einiche in der Statt Lyon, verlichen vnd zu bruchen gebengewisen sind, nach derselben Inhalt bestätiget vnd gehalten werden.

Fürer geualt dem allercristenlichosten küng von Frankrich die all, so von Dienstbarkeit wägen Herrn Maxi-milian Sphortia in Tütschland gekert oder sich in das Schloß Meyland, Lowerz, Lugaris vnd ander Ort, durchdie genannten großmächtigen Herren die Eidgnossen gehept vnd besessen, gefügt haben, vnd besunder Herren Ga-