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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1515.

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leazzen Visconten, Herrn Fridrichen vnd die andern Grasen von Arona, Jacoben Philipp Saccum, Doctoren,Gabrielen Marcellei, Herrn Petern Pasterle, Herrn Jacoben von Galeran, Johann Petern de Nipa von Löwin,Bernhardin Moresin mit sinen Sünen, Baptisten von Jeronimum von Lugan vnd all ander, die vorbemeltenvrsachen die k. Mt. erzürnt haben, gnädiclich halten vnd Inen verziechen vnd vergäben, also das si on letzunglibs vnd gut zu Iren hüsern widcrkeren sollen vnd mögen. Hinwiderumb sovil die berürt, so von den Vnder-thanen der großmächtigen Herren der Eidgnossen in Dienstbarkeit k. Mt. gewäsen sind, begärt die k. M. dieselbenglicher gestalt bedacht vnd gehalten werden.

Witter damit die vilbemelten Herren die Eidgnossen der k. Mt. sunder gutwilligkeit erkennen, sol dieselbeden Herren den Eidgnossen eigener frylikeit vnd zu Ersatzung des kostens vnd schadens in der Belagerung vorDision gehept, verschaffen bezalt vnd vßgericht zu werden vierhunderttusent Schilt an Gold von der Sunnen,desglichen zu Ersatzung des kost vnd schadens in dem land Italien durch die berürten großmächtigen Herren dieEidgnossen vnd die Iren bishar empfangen, sol dieselb k. Mt. über die jetzbemelten Summ bezalen vnd verschaffenvßgericht zu werden drümalhunderttusent derselben schilten zu zilen vnd in gestalten hienach volgend, vnd durchmittel solicher Summ sollen die vilgemelten Herren die Eidgnossen nützit witer fordern noch klagen von wägen jetzbemelts kostens vnd schadens, ouch des Tractats halb zu Galeren, ouch des Tractats zu Dision durch den Herrnvon Latrimolle, der des nach fürgäben der künglichen botten deHein gewalt sol gehept haben, beschächen.

Vnd damit die genannten großmechtigen Herren die Eidtgnossen dem berürten allercristenlichesten küngHinwider mit glicher beger ouch begegnen vnd hinfür witer Irrungen dester lichter verhüt werden, sollen dieselbengroßmächtigen Herren die Eidgnossen die Sloß, Plätz, Herrschaften vnd gebiet von Lowers, Luggarus, Thumb,des Veltlins vnd Klefnertals vnd alle ander, so von dem herzogthumb Meyland mit sinen Zugchörden in Händender genannten Herren der Eidgnossen, ouch dero von den pünden von dem zit har der genannten krieg gewesensin, dem obbemelten aller cristenlichosten küng oder denen, so von Im geordnet werden, vbcrgeben, ledigen vndzulassen. Also das nach vsfrichtung vnd besiglung diser gegenwärtigen Capitel, ouch so die erste Bezalung eruolgtwirdt, alldann dieselben Plätz vnd schloß gerumpt vnd zu Händen der k. Mt. presentirt vnd vbergeben sollenwerden, doch vorbehalten das Schloß, die Herrschaft vnd gebiet Bcllez mit aller siner zugehörd. Vnd zu bcsatzungvnd geruptigung (?) derselben Ertrich, Plätz vnd Herrschaften wie vor wieder zu bekercn sol vnd ist verpflicht derallercristenlichst küng von Frankrich, den vorgenanten Herren den Epdgnossen zu bezalen vnd vszurichten einSumm drümalhunderttusent krönen an Gold mit der Sunnen, wölliche Summen allhievor gemeldt sich gebürenzächenmal hunderttusent obbemelter Schilten, die also zu bezalen vnd vßzurichten, Nämlichen vff den ersten tagdes Monats Jenners nechstkomend zwöyhunderttusend Sunnen schilt vnd das nachvolgend Jar vff denselben tagJenners desglichen zwöyhunderttuscnt vnd dannachhin zu jedem nachuolgenden Jar vff denselben tag, Zilen vndtagen wie vor, derglichen Summ zwöymolhunderttusend krönen biß zu ganzer bezalung obbemelter Summ, vndfüllen dieselben Bezalungen in der Statt Bern in kosten vnd schaden des kttngs geantwurt werden.

Vnd solich bezalungen also zu thund sol der aller kristenlichist küng von Frankrich Schuldbriefs guter kreftigervnd gnugsamer form den genanten großmächtigen Herren den Eidgnossen vffrichten vnd zu Händen lassen kommen.

Vnd damit die obbemeldten Artikel des Fridens krefftig vnd beständig syen, haben die genannten parthyen,nämlich der aller kristenlichist küng von Frankrich vnd die großmächtigen Herren die Eidtgnossen zu gemeiner JrNutzbarkeit Jr Personen vnd güter vnd denen zu beschirmung ein pundtnuß, früntschaft, eynung vnd verstäntnußgegen einander« angenomen, wie die hernach volget:

Dem Ersten das die genannten parthien mit Iren botschaften, landen, Erdtrichen, Gebieten, vnderthan vndJnwonern von dißhin, dewil dise puntnuß weret, gegen einander« rüwiglich vnd fridlich leben vnd deHeine dieandere mit krigesgewalt oder vnrecht in deheinem Weg beswärcn oder beleidigen sol. Vnd ob einiche der par-thien oder Jr Vnderthanen von der andern parthy oder den sinen vtzit vordern oder klagen null, sol das Recht dem