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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1515.

6. Der Kaiser und die Bundesgenossen werden mit Frankreich keinen Frieden annehmen, es sei denn zuvorder Tractat von Dijon vollzogen; sie hoffen, auch die Eidgenossen werden keinen Frieden schließen, es seien dennzuvor Mailand und die Bundesgenossen gesichert.

7. Die Eidgenossen möchten ihre Boten nach Landeck mit weitgehenden Vollmachten versehen. Wollen siedieses nicht, so möchten doch die Eidgenossen zu Lucern versammelt bleiben, man werde ihnen alle Verhandlungendes Tages zu Landeck durch die Post zur Kenntniß bringen, damit sie sofort darüber verhandeln. Wollten sie auchdieses nicht, so möchten sie auf den 17. dieß wieder einen Tag nach Lucern ansetzen.

8. Wenn die Eidgenossen glauben, der König von Frankreich werde jetzt nach seinem Siege wieder Volkaus den kaiserlichen Landen, besonders im Schwarzwald, annehmen, so sollen die kaiserlichen Räthe erklären, demKaiser sei der vorige Zulauf leid, er habe jetzt alle Maßregeln getroffen, um solches zu verhindern.

9. Abermalige Versicherung, der Kaiser und die Bundesgenossen werden getreulich zu den Eidgenossenstehen zc. Zc.

Summarium vnd vßzug den bliesen des hochwirdigsten Herrn Cardinals von Sitten vnd bäpstl. Ht.Orator, ouch des Herzogen von Mailand Kotten vnd Herr Andres de Burgo, so jetz by kais. Mt. sind, geben zuJnsprugg 26. September 1515".

1. Päpstliche Heiligkeit habe durch die Posten und kaiserliche Majestät auf manchem Weg vernommen,daß in der Schlacht bei 4000 Reisige und 12,000 Fußknechte auf französischer Seite umgekommen seienund das französische Heer zur Flucht genöthigt war. Bei Ankunft dieser Neuigkeit habe man zu Rom Freuden-feuer angezündet.

2. Es werde gesagt, die Eidgenossen haben nicht nur nach dem Sieg den Rückzug angetreten, sondern auchMailand aufgegeben. Hätten sie noch drei Tage ausgehalten, so hätten die Franzosen an das Gebirg weichenmüssen. Das habe den Papst, Kaiser und den spanischen Orator sehr betrübt, sie bedauern auch der EidgenossenVerluste und wollen sie nicht verlassen. Der Kaiser habe 3000 Reisige von Dietrichsbern ausgesendet, um sichmit päpstlichen und spanischen Truppen zu vereinigen und den Eidgenossen zu Hülfe zu kommen.

3. Der Kaiser wolle persönlich in's Feld rücken; aber da das nicht so schnell möglich sei und das Schloß zuMailand gehalten werden müsse, so sollten die Eidgenossen mindestens 15,000 Mann nach Como schicken, umdort Stellung zu nehmen und die Ankunft der Verbündeten zu erwarten. Soldverheißung.

4. Der König von England habe sich der Vereinung auch angeschlossen und Spanien werde neuerdings inden Krieg eintreten.

5. Heber die Erdichtung des Königs von Frankreich, daß er mit den Eidgenossen Friede geschlossen, seienJulius und Laurenz de Medicis sehr erschrocken und haben auch angefangen zu tractiren, der Papst habe es aberabgestellt.

6. Briefe von Bellenz zeigen, daß die Eidgenossen im Schloß zu Mailand sich wohl halten.

«TN

15. Oetober (vff S. Gallm Tag).

StiftSarchiv St. Gallen.

Die drei Orte Uri, Schwyz und Untermalden benachrichtigen den Abt Franciscus von St. Gallen überdas Schicksal der Schweizer in Mailand, welche aus dem Spital auf das Meer verkauft worden seien;ebenso über die fortdauernde Bedrängniß der Eidgenossen zu Lauis, Luggarus und Bellenz. Davon sei