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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1515.

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Der Zürcher Abschied geht nur bis Ii. Einige Exemplare datiren Donstag nach ü^imoisoi (11. October)es muß aber offenbar heißen Donstag war?ranoisoi oder Donstag I^anomoi, siehe Note zu k».

Zu I». Vnser früntlich zc. Nachdem vnd dann der Herzog von Sauoy üch vnd üwern vnd vnsern l. E. vonFriburg vnd Soloturn geschriben, eb er noch in dem friden zwüschen vns vnd dem französischen küng handlen sölle,wie dieselbig innhalt, haben wir vff hüt verhört vnd erläsen vnd demnach ernstlich darüber gesässen vnd ermessen,das wir noch ein groß zal im Sloß Meiland vnd Spital Gesunder vnd Kranker haben, ouch alles ander ange-sehen vnd vns des vff hüt vereinbaret, ob der Herzog von Sauoy noch des Willens, im friden zehandlen, dasJr als vnser trüwen lieben Eidtgnossen von vnser aller wägen vollen Gewalt haben füllen, gemeltem Herzogenzu schriben, in einem friden, der vns allen loblich, nutzlich vnd erlich syge, zum besten zu handeln, vnd daby alswir vernämen, der küng die Slösser, so wir noch Jnhaben, besetzt vnd belägert, als dem Herzog von Sauoydurch üch geschriben, ob er zu einem friden reden lassen wölt, allenthalben still zu stan, die vnsern niendert zubelegern, noch zu schedigen, sunders also diewil zu beidersit zu einem friden ze reden bekamen, zu vßtrag by einembestandt bliben lasse. Söllichs Wüllen wir glicher gestalt ouch thun vnd ouch also zu vßtrag still stan wöllen. Ansöllichem vnd anderm tund Jr, als vnser trüwen Eidtgnossen, vnser gefallen, vmb üch mit gutem geneigtem Willenzu beschulden vnd verdienen. Datum w. vff fritag nach francisci Anno xv.

Von Stetten vnd lender gemeiner Eidgnoschaft Rät vnd Sandtpotten zu Lucern versampnet.

An Schultheiß und Rath zu Bern.

Archiv Solothurn: Abschiedband VII.

Zu k. Innsbruck, 1515, 2. October. Instruction Kaiser Maximilians für Hugo, Bischof von Constanz,Ulrich von Habsperg und David von Landeck als Abgesandte an die Eidgenossen,so vff nechst Donstag zuLucern versamlet sin": Nach Erbietung seiner Gnade und alles Guten:

1. Sie sollen den Eidgenossen sagen, wir haben ihren Abschied des letztgehaltenen Tages zu Lucern erhaltenund vernommen, daß sie eine Botschaft zu uns nach Landeck geordnet, die Pässe in Mailand besetzt, mit unsererBesoldung, den 600 Pferden und Anderm zufrieden sind und von Neuem 20,000 Mann ausgenommen haben,um den Unfall zu rächen, für den wir ihnen unser Beileid bezeugen, mit dein Erbieten, Gutes und Böses mitihnen zu tragen, ihnen mit bedeutender Macht in Person zuzuziehen und den König von Frankreich aus Italienvertreiben zu helfen. Den Tag zu Landeck wollen wir mit den Botschaften des Papstes und des Königs von Ara-gonien persönlich besuchen, in der Hoffnung, daß auch die eidgenössischen Boten hinreichende Vollmachten besitzenwerden, um etwas Fruchtbares zu beschließen.

2. Wollen die Eidgenossen vor dem zu Landeck zu verabredenden großen Zug etwas zum Entsatz desSchlosses von Mailand unternehmen, so sollen sie es uns zur rechten Zeit mittheilen, damit wir unser in Italienliegendes Kriegsvolk und auch das des Papstes und des Königs von Aragonien ihnen zu Hülfe schicken können.

3. Falls sie die 20,000 Mann noch nicht aufgeboten hätten, so sollen unsere Räthe sie ermuntern, solchesunverzüglich zu thun, und ihnen sagen, daß sie deßhalb neben uns auch Kriegsherren sein sollen. Ueber die Be-soldung dieser 20,000 Mann werde man sich mit ihnen auf dem Tag zu Landeck in's Einvcrständniß setzen.

4. Sollten die Eidgenossen kein Aufgebot von sich aus thun, so sollen unsere Räthe von ihnen verlangen,uns nach Maßgabe des Bundes 10 bis 12,000 Mann sofort in unfern Sold gegen den König von Frankreichzu stellen. In allen Fällen wird man zu Landeck mit ihnen übereinkommen, wann der erste Monatssold von30,000 Ducaten bezahlt werden soll.

5. Die kaiserlichen Boten sollen die Eidgenossen mahnen, den Artikel des Bündnisses zu Rom, daß beieinem Separatfrieden die Bundesgenossen und das Land Italien vorbehalten werden sollen, nicht außer Acht zulassen, denn nur weil gegen diesen Artikel bei der ersten Friedensverhandlung practicirt worden, habe ihnen beider Schlacht die Hülfe der kaiserlichen und viceköniglichen Truppen gefehlt.