September 1515.
Altären in den Kirchen gespielt worden sei :c. Darauf wird verfügt, daß allenthalben die Hauptleute, Lütiner,Venner und Amtleute einvernommen werden, wer solches gethan habe, und daß die Schuldigen nach ihremVerdienen gestraft werden sollen; ob etliche in andern Orten säßen, so soll es diesen kundgethan werden, damitNiemand der Strafe entgehe. Auch die Hauptleute der Freiknechte sollen bei Eiden dießfalls einvernommenwerden, e. „Als dann bishar vff tagen vnd mengerley Hendeln, darinn zu ziten ratsleg beschechen, dievnder vns eydtgnossen dz mer worden vnd aber demnach durch eins, zwey oder dry ort wider zerrütt worden,darus eben merklicher Vnwill vnd vnordnung entspringt, sol jedermann heymbringen vnd daran sin, dz sölhsfürhin versechen werden vnd wz also gemeret worden, dz sölhs also blibe, vnd söl man vff nechsten tag darumantwort geben." il» Man hat unfern Bundesgenossen von Wallis geschrieben, sie sollen eine Anzahl Leutenach Domo schicken und ein treues Aufsehen auf das Thal haben. Damit sie desto williger hierin seien,soll man heimbringen, ob man ihnen an der Beherrschung von Domo auch Theil geben wolle. K-. Da vieleReden geführt werden, um den gemeinen Mann der Schankungen, Mieth, Gaben und Pensionen wegenunwillig zu machen, so soll man abermals in Erwägung ziehen, ob diese nicht abzustellen seien. I». Aufdiesem Tag ist der Bischof von Konstanz als kaiserlicher Gesandter mit Credenz und Instruction erschienenund hat das gnädige Erbieten des Kaisers eröffnet, mit den Eidgenossen Lieb und Leid zu theilen, und daraufbegehrt, man möchte ihm auf die auf dem letzten Tag zu Zürich gemachten Anbringen Antwort geben. JederBote hat eine Abschrift der Instruction. Der Bischof erklärt sich zu weiterer Verhandlung bevollmächtigt.Hierauf ist man über Folgendes räthig geworden: 1. Der Tagleistung zu Landeck wegen, die kaiserliche Majestätbegehrt, hatten zwar etliche Boten keine Vollmacht. Da aber nach dem Unfall, der uns betroffen, die Zahlunserer Feinde sich leicht mehren dürfte, hat man nicht räthlich erachtet, das Anerbieten des Kaisers zurück-zuweisen, und demnach den Besuch des Tages beschlossen. Die sechs Orte Zürich, Bern, Unterwalden, GlarusBasel und Schaffhausen sollen zn dem Zweck Boten bezeichnen, die mit den andern auf dem Tag zu LucernDonstag nach Michaelis (4. October) erscheinen, da ihre Instruction in Empfang nehmen, dann am 12. Octoberzu Landeck eintreffen sollen. 2. Da man neuerdings berichtet wird, daß aus den vier Städten am RheinKnechte nach Frankreich laufen, so wird mit dem Bischof von Constanz über Verhinderung dieses Geläufs Abredegetroffen. 3. Der beiden Orte Unterwalden und Basel, deren Boten bezüglich der Sendung zum Kaiser keineVollmacht zu haben erklärten, hat man sich gemächtigt. i. Eine mailändische Botschaft, der Herzog von Bari,Galeazzo Visconti und Doctor Philipp Jacob, ist auf diesem Tag erschienen. Ihr Begehren zu dein Schreibender Unfern und des Herzogs aus dem Schloß ist den Boten bekannt und soll auf nächstem Tag verhandeltwerden, namentlich was man thun wolle, damit der Herzog und die Unfern, deren bei 1800 in den Schlössernzu Mailand, Lauis, Luggarus und Domo sind, sich zu halten vermögen. Ii. Der Bischof von Verulan hatim Namen päpstlicher Heiligkeit zu vernehmen begehrt, ob wir Eidgenossen neue Anschläge thun wollen, um,wie er nicht zweifle, unfern Unfall zu rächen und wie sich der Papst mit Geldhülfe zu halteu, wohin undzn welcher Zeit er selbe zu schicken habe. Hierauf hat man ihm unter Vorbehalt der Genehmigung derObern den nachgeschriebenen Anschlag mitgetheilt und ihn auf den nächsten Tag beschieden, dabei ihm auchgut deutsch herausgesagt, es sei uns nie das Versprochene gehalten worden und sofern wir diese Erfahrungnoch einmal machen, werden wir fiir uns selbst sorgen. Herr Bartholomäus May habe sich der 26,000Ducaten wegen früher und jetzt erboten, dieselben auszurichten, „wo Im die zu Rom im bank zöugtwerden". Das Alles will der Bischof von Verulan an päpstliche Heiligkeit bringen und nach bestem Ver-mögen darin handeln. I. Jeder Bote kennt das Erbieten des Hauptmanns von Nothweil, der jetzt mit