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September 1S15.
die Pension liege bereit :c. Der mailändische Bote versichert, es sei durchaus nichts an dem Gerücht, daßder Herzog Mailand gegen eine andere Herrschaft an die Franzosen abgeben wolle und er habe ihnen befohlen,solches den Eidgenossen zu sagen. — Alle drei Botschaften dringen vereint auf Fortsetzung des Krieges undAbweisung von Separatfriedensanträgen. — Da die Boten dieses Tages keine andern Aufträge hatten, alsanzuhören, so haben sie all das in ihre Abschiede genommen, kaiserlicher Majestät für ihr gnädiges Erbietenbestens gedankt und für die Antwort Tag angesetzt auf Sonntag nach Matthei (23. September) nach Lucern.I». Berichte und weitere Anbringen der mailändischen Botschaft.
x fehlt im Zürcher Abschied.
Zu I». 1515, iv.September, im Feld zu„Rawald". Herzog Carl von Savoyen schreibt an Bern, Freiburgund Solothurn, er habe wie früher auch wieder nach dem Uebergang des Königs über das Gebirg sich bemüht,zwischen ihm und den Eidgenossen Frieden zu machen. Nun sei der erste Tag zwischen beidseitigen Abgeordnetenzu Vercelli gehalten und zuletzt zu Galera beschlossen worden. Die Boten haben behauptet, Vollmacht zu haben.Nichts destominder haben die Leute kämpfen und ihn nebst den 500 Reisigen des Königs und dem Geld für dieerste Zahlung zu Galera überfallen wollen. Das mißfalle ihm und noch mehr die nachherige Schlacht, an derNiemand Schuld sei, als „euere Leute, die wider Eid und Siegel der genannten Boten gehandelt haben." Eranerbietet nochmals seine Vermittlung zum Frieden und begehrt Antwort.
Archiv Solothurn: Abschiedcband VII.
Zu l. Die hier summarisch angeführten Briefe sind auf Seite 911—913 abgedruckt.
Zu I». „Summarium des Herzogen von Moyland Botschaft anbringen, vff disem tag Zürich,
nämlich dem 13. Septembers:"
1. Das Gerücht, als ob der Herzog eine Entschädigung von den Franzosen anzunehmen geneigt sei, daßer Gefallen habe an den Practiken für einen Frieden mit den Franzosen, daß diese Mailand, Parma und Pia-cenza eingenommen und den Herzog im Schloß zu Mailand belagern, sei unwahr.
2. Dagegen sei wahr, daß der Herzog sich niemals geneigt bezeigt habe, eine solche Entschädigung anzu-nehmen und wenn er auch einen ehrlichen Frieden nicht ausschlagen würde, doch in den Practiken und Unter-redungen, die stattgefunden, nur die Untreue und den Betrug der Franzosen erkenne.
3. Als die Franzosen am 3. dieses Monats sich Mailand genähert, haben sie die Mailänder Burger wiederzurückgetrieben.
4. Letzten Sonntag haben die Mailänder eine Botschaft zu den Unfern geschickt und sich erboten, mit allerMacht gegen die Franzosen zu stehen.
5. Der Cardinal von Sitten sei wieder zu den Unfern gekommen mit 200 Kürassieren und 400 leichtenPferden, zum Theil des Papstes, zum Theil des Herzogs Leuten, das übrige päpstliche Kriegsvolk sei auch ineilendem Anzug zu den Unfern.
6. Der Vicekönig sei zu Lodi gewesen mit 800 Kürassieren, 1000 leichten Pferden und 5000 spanischenFußknechten, der sei nun bei den Unfern und wäre schon früher zu ihnen gestoßen, wäre er nicht durch falscheBriefe über den Frieden mit den Franzosen zurückgehalten worden.
7. Der Herzog von Mailand habe Lodi wieder genommen, das von den Venedigern erobert war, 10 Eid-genossen allein haben die venetianische Besatzung zur Flucht gebracht.
8. Letzten Montag seien Bern, Solothurn und Freiburg nach Mailand gezogen, um daselbst mit den Mai-ländern, den päpstlichen Truppen und dem Vicekönig einen Angriff auf die Franzosen zu verabreden.
9. Auf den 9. dies haben die Unfern von den Franzosen eine Antwort erhalten, die allen Eidgenossen miß-fiel. Darauf haben sie beschlossen, diese Artikel nicht anzunehmen und die, welche bei den Franzosen waren, wiederabgefordert.